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Künstliche Intelligenz: Amazon berichtet von "katastrophal teurer" KI-Nutzung

Amazon verwendet wie viele Unternehmen intern KI, um Prozesse zu optimieren. Das hat in einigen Fällen zu absurd hohen, ungeplanten Kosten geführt.
/ Tobias Költzsch
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Amazon muss die interne KI-Nutzung unter Kontrolle bekommen. (Bild: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images)
Amazon muss die interne KI-Nutzung unter Kontrolle bekommen. Bild: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images

In einem internen Meeting haben leitende Amazon-Entwickler Beispiele für Projekte genannt, in denen die Kosten für die unterstützende KI dramatisch überhandgenommen hat. Wie die Financial Times (FT) berichtet(öffnet im neuen Fenster), sollen daher automatisierte Schutzvorrichtungen entwickelt werden, die derartiges in Zukunft verhindern.

In einer Präsentation für Mitarbeiter wurde ein Extremfall vorgestellt, in dem die KI-Nutzung zu Mehrkosten von 1,8 Millionen US-Dollar geführt hatte. Dabei wurde Anthropics Claude Sonnet verwendet, um Autorendetails mit den Daten von Amazons Webseite abzugleichen.

Die horrenden Kosten waren nicht eingeplant – und führten dazu, dass das Budget des Projektes um 860 Prozent überschritten wurde. Die Mehrkosten fielen erst fünf Monate, nachdem das Projekt gescheitert war, auf. Die ausufernden Kosten dürften dadurch entstanden sein, dass KI-Anbieter die Nutzung von Abonnements auf token-basierte Abrechnung umstellten.

Zusätzliche Ausgaben fielen oft erst später auf

In einem anderen Fall fielen durch KI-Nutzung ungefähr 541.000 US-Dollar an ungeplanten Mehrkosten an. In einem dritten Beispiel fielen 134.000 US-Dollar ungeplante Kosten durch KI-Nutzung erst nach zwei Wochen auf. "Es ist schwer zu beziffern, was die KI-Nutzung am Ende kostet", sagt ein leitender Entwickler der FT.

Amazon betont allerdings, dass diese Einzelfälle nicht die generelle KI-Nutzung im Unternehmen repräsentierten. Teams würden aktuell noch "voneinander lernen". Interessant ist dabei, dass ein Unternehmen wie Amazon mit wohl recht umfangreichen Möglichkeiten der Projektüberwachung trotzdem derartige Probleme hat.

Amazon schloss erst Anfang des Jahres ein KI-Leaderboard, in dem Angestellte nach der Nutzung des internen KI-Werkzeugs Kiro aufgelistet wurden. Die Rangliste hatte dazu geführt, dass Mitarbeiter sich offenbar angespornt fühlten und immer mehr KI nutzten – mit dem Ergebnis, dass die Kosten noch mehr anstiegen.


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