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Künstliche Intelligenz: Alpha Go spielt wie ein Japaner

Weltklasse ist Alpha Go noch nicht, aber den Europameister hat das Programm schon besiegt. Die Bewertung der Spiele zeigt: Googles künstliche Intelligenz spielt das komplexe Brettspiel wie ein fähiger Mensch - allerdings fehlt es dem Programm an Kreativität.

Artikel von veröffentlicht am
Go ist ein enorm komplexes Brettspiel.
Go ist ein enorm komplexes Brettspiel. (Bild: Nicolas P. Rougier/GPL)

Beim Go kam die Zukunft plötzlich. Bis vor kurzem wurde frühestens für das Jahr 2025 mit einem Programm gerechnet, das sich auf dem regulären 19-x-19-Felder-Brett mit einem professionellen Spieler messen kann. Und dann kam schon in der vergangenen Woche die Nachricht, dass der amtierende Europameister Fan Hui in fünf von fünf Spielen von dem Programm Alpha Go geschlagen wurde - ohne Handicap.

Inhalt:
  1. Künstliche Intelligenz: Alpha Go spielt wie ein Japaner
  2. Menschlicher Computer gegen allzu menschlichen Menschen
  3. Ein neuer Umgang mit KI

Es war eine beeindruckende Demonstration des Teams von Google, welche Fortschritte sie inzwischen bei der Entwicklung von neuronalen Netzwerken in der künstlichen Intelligenz (KI) erreicht haben. Mit einer baldigen Übernahme der Weltherrschaft durch KIs ist zwar noch nicht zu rechnen, aber der Umgang der Go-Welt mit der KI ist durchaus bemerkenswert.

Professionelle Spielauswertungen

Inzwischen gibt es auch professionelle Auswertungen der fünf Spiele, die das Programm Alpha Go gegen Fan Hui (2p) gewonnen hat. Der koreanische Profispieler Myungwan Kim (9p) hat seine Einschätzung zu den Spielen in einem Interview mit Andrew Jackson (5d) für die American Go Association (AGA) gegeben.

Kürzel wie "9p" deuten die Spielstärke an. Im Fall von Kim ist es der höchste professionelle Dan-Rang, auch wenn er sich selbst nicht zu den besten Spielern der Welt rechnet. 5d ist der fünfte Dan der Amateure. Ich selbst spiele in der vierten Bundesliga des Deutschen Go-Bundes als 2. Kyu, also noch unterhalb der Dan-Ränge.

Professionelle Spielauswertung

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Myungwan Kim hat nicht nur die Spiele selbst im Detail besprochen, was wohl nur für aktive Go-Spieler interessant ist, sondern auch seinen Eindruck von der KI und den Reaktionen professioneller Go-Spieler auf den überraschenden Erfolg von Alpha Go geschildert. Kim hatte selbst schon die Erfahrung gemacht, von einem Computer geschlagen zu werden.

Er war 2008 der erste professionelle Spieler, der jemals von einem Programm besiegt wurde, das nur neun Handicap-Steine als Vorgabe bekam. Das erfolgreiche Programm Mogo war damals wohl etwas über meinem heutigen Spielniveau.

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Menschlicher Computer gegen allzu menschlichen Menschen 
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dEnigma 04. Feb 2016

"AI is whatever hasn't been done yet." https://en.wikipedia.org/wiki/AI_effect

Anonymer Nutzer 03. Feb 2016

Irgendwie finde ich es seltsam, bei aller Fachkenntnis in dem Artikel wie die Stärke von...

Lemaris 03. Feb 2016

Wenn die Sache mit dem Reinforced Learning nicht gut klappen würde, woher kommt dann der...

MKar 03. Feb 2016

Das Problem beim Golernen ist die Anfangshürde: Man hat keine Ahnung, wohin man setzen...

SchreibenderLeser 03. Feb 2016

Mir sind nur zwei Sachen besonders aufgefallen: 1. Das neuronale Netz hat also Go aus...


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