Start-ups: 3,9 Milliarden US-Dollar in einem Quartal für KI

Im 3. Quartal 2024 wurden 3,9 Milliarden US-Dollar in 206 KI-Start-ups investiert, berichtet Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) mit Bezug auf neueste Zahlen des Funding-Trackers Pitchbook, wobei hier die 6,6-Milliarden-Dollar-Runde von OpenAI nicht mit einberechnet wurde. Insgesamt 2,9 Milliarden US-Dollar gingen an Unternehmen mit Sitz in den USA.
Mit 320 Millionen US-Dollar erhielt der Programmierassistent Magic die höchste Investitionssumme. Das chinesische Unternehmen Moonshot AI konnte 300 Millionen US-Dollar einsammeln. Darauf folgten Glean, eine Suchmaschine für Unternehmensdaten, mit 260 Millionen US-Dollar, Sakana AI, das sich auf wissenschaftliche Entdeckungen spezialisiert hat, mit 214 Millionen US-Dollar und Hebbia, ebenfalls eine Unternehmenssuchmaschine, mit 130 Millionen US-Dollar.
Bei Experten wird die Zuverlässigkeit von KI und – durch das Training mit urheberrechtlich geschützten Daten ohne Genehmigung – auch deren Legalität angezweifelt. Dennoch investieren Risikokapitalgeber große Summen in der Hoffnung, dass sich generative KI in großen und profitablen Branchen etabliert.
Rechenaufwand und Energiebedarf weiterhin problematisch
Einer Gartner-Prognose vom Juli 2024(öffnet im neuen Fenster) zufolge, könnten allerdings bis 2026 circa 30 Prozent der Projekte zu generativer KI aufgegeben haben, berichtet Techcrunch weiter. Brendon Burke, Senior Analyst of Emerging Tech bei Pitchbook, hält dagegen, dass große Kunden bereits Produktionssysteme einführen, in denen KI-Tools von Start-ups genutzt werden.
Eine große Hürde stellt allerdings auch der Rechenaufwand dar, den die Technologie erfordert. Analysten gehen davon aus, dass Unternehmen durch den Einsatz von generativer KI zum Bau von Rechenzentren im Gigawatt-Bereich gezwungen werden. Diese würden das Fünf- bis Zwanzigfache der Energie benötigen, die ein durchschnittliches Rechenzentrum derzeit verbraucht.
Um den immensen Energiebedarf zu decken, investiert Google in kleine Atomkraftwerke und lässt Microsoft einen stillgelegten Kernreaktor wieder aktivieren .



