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Kühlung für Ladekabel: Tesla mit nassem Handtuch schneller laden

Um die Auswirkungen hoher Temperaturen auf die Ladegeschwindigkeit zu bekämpfen, greifen einige Tesla-Besitzer zu einer unkonventionellen Methode.
/ Michael Linden
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Tesla-Supercharger in Beelitz (Bild: Golem.de)
Tesla-Supercharger in Beelitz Bild: Golem.de

Tesla-Fahrer wickeln ein nasses Handtuch um den Griff ihres Ladekabels. Dieser Trick macht schon seit einigen Jahren in Tesla-Foren und Online-Communities die Runde und die Fahrer berichten von deutlichen Verbesserungen der Ladeleistung, wie Inside EVs berichtet(öffnet im neuen Fenster) .

Das Problem rührt von den älteren V2-Superchargern her, bei denen der Griff schnell heiß werden kann, insbesondere an sonnigen Tagen, wenn die Sonne direkt auf den Stecker trifft. Die Sensoren im Inneren, die eine Überhitzung verhindern sollen, reduzieren daraufhin die Ladegeschwindigkeit, um das System zu schützen.

Indem man ein nasses Handtuch auf den Stecker legt, werden die Sensoren dazu gebracht, die Ladeleistung nicht zu drosseln.

Signifikante Verbesserungen gemeldet

Laut Erfahrungsberichten von Tesla-Fahrern, die diese Methode anwendeten, sind die Ergebnisse recht beeindruckend. Ein Forenmitglied des Teslamotorsclubs berichtete(öffnet im neuen Fenster) von einer Steigerung der Ladeleistung von 60 Kilowatt auf 95 Kilowatt – eine erhebliche Verbesserung. Andere Nutzer stellten laut Inside EVs(öffnet im neuen Fenster) sogar eine Steigerung der Ladegeschwindigkeit um 100 Prozent fest.

Der Trick mit dem nassen Handtuch funktioniert dem Bericht zufolge nicht an den neueren V3-Ladestationen von Tesla. Diese besitzen aktiv gekühlte Ladekabel, die von sich aus eine bessere Ladeleistung bieten, ohne dass zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind – außer beim Cybertruck, der über ein 800-Volt-System verfügt. Hier werden die Griffe der Ladekabel bei V3-Stationen trotzdem sehr heiß.

Sicherheitsbedenken ausgeräumt

Wer Sicherheitsbedenken hinsichtlich des nassen Tuchs in der Nähe der Ladebuchse hat: Elektroautos können auch bei strömendem Regen aufgeladen werden. Und zum Austricksen der Sensoren: Es gibt nach Angaben von Inside EVs auch noch weitere Sensoren im Akku, die erkennen, wenn die Zellen zu heiß werden. Auch dann wird die Leistung automatisch gedrosselt.


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