Abo
  • Services:
Anzeige
Der Evereycook soll das Kochen weitgehend automatisieren.
Der Evereycook soll das Kochen weitgehend automatisieren. (Bild: Jörg Thoma/Golem.de)

Küchengerätehacking: Everycook macht Nerds zu Spitzenköchen

Der Evereycook soll das Kochen weitgehend automatisieren.
Der Evereycook soll das Kochen weitgehend automatisieren. (Bild: Jörg Thoma/Golem.de)

Geht es nach Alexis Wiasmitinow, benötigen wir in Zukunft nur noch ein einziges Küchengerät, das alles kann und das Essen weitgehend automatisch und frisch zubereitet: Everycook.

Was herauskommt, wenn Hacker ein Küchengerät bauen, zeigt Alexis Wiasmitinow mit seinem Everycook: ein Gerät, das schneidet und abwiegt, rührt, kocht und frittiert. Gesteuert wird der Everycook per Smartphone oder Tablet. Zwei Prototypen hat Wiasmitinow zusammen mit einigen Mitstreitern bereits gebaut.

Anzeige
  • Zwei Protopyten des Everycook (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • Die Kombination aus Dampfgarer und Fritteuse schneidet auch Gemüse. (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • Gesteuert wurde der Everycook mit einer Arduino-Platine, jetzt ist es ein Raspberry Pi. (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
Zwei Protopyten des Everycook (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)

Der Everycook, den Wiasmitinow am 27. Dezember auf dem 29. Chaos Communication Congress (29C3) vorgestellt hat, hat unter anderem einen Motor mit 195 Umdrehungen pro Minute bei 4 Nm Drehmoment, der beispielsweise Gemüse schnippelt. Das fällt dann in ein Edelstahlgefäß, das mit einem Induktionsheizsystem mit 1.500 Watt, einem Drucksensor, der zwischen 0 und 2 bar funktioniert, einem Temperatursensor für Temperaturen zwischen 0 und 300° C und vier Wiegebehältern ausgestattet ist, die jeweils bis zu 5 kg abwiegen können. Das Edelstahlgefäß fasst 5 Liter und hält einem Druck von bis zu 1,2 bar stand. Und rühren kann der Everycook auch.

"Letztendlich ist der Unterschied zwischen einem herkömmlichen Reiskocher und einer Fritteuse nicht groß, sie lassen sich in einem Gerät kombinieren", sagte Wiasmitinow. Darauf basierte seine Idee für den Everycook. Er wolle aber eine möglichst vollkommen automatische Küchenmaschine.

Kochhilfe

Hinzu kommt eine integrierte Arduino-Platine mit WLAN, um das webbasierte User-Inferface samt PHP-Webserver zur Verfügung zu stellen.

Die Software soll das Kochen nicht nur weitgehend automatisieren, sondern auch dem Koch nur die nötigsten Informationen bieten. Statt Grammzahlen soll ein Fortschrittsbalken anzeigen, wie viel von einer Zutat bereits dem Everycook hinzugefügt wurde. Die Rezepte sollten bereits diese Informationen enthalten. Die Fortschrittsbalken sollen dem Hackerkoch auch die zeitliche Reihenfolge visualisieren, in der die Zutaten hinzugefügt werden sollen, damit ein "Risotto nicht zu klebrig wird, bis das Fleisch dazu gar ist," wie Wiasmitinow sagt.

Rezepte mit JSON

Die größte Hürde sei die Anpassung von Rezepten für den Everycook. Denn neben den Zutaten und deren Garzeiten müssen auch weitere Befehle an den Easycook per Software übergeben werden. Rührbefehle oder Druckvariablen werden per JSON an den Everycook übergeben. Wiasmitinow will eine Softwarelösung, die gängige Rezepte per Drag-and-Drop in Everycook-Rezepte übersetzt. Beim Würzen müsse der Koch aber manchmal selbst eingreifen.

Der Everycook soll aber darüber hinaus mit Informationen aus dem Internet auch Rezepte ermöglichen, die etwa für Veganer geeignet sind oder aus Zutaten bestehen, die nachhaltig angebaut wurden. Dazu sollen auch Daten von Webshops oder andere Quellen bei der Zutatensammlung helfen.

Open-Source-Hardware

Die Hardware des Everycook ist Open Source, so dass jeder die Pläne herunterladen und das Gerät nachbauen kann. Dabei kommen, wo möglich, Standardkomponenten zum Einsatz, so dass auch kleine Serien zu vergleichsweise geringen Kosten produziert werden können. Hübsch sei das Gerät nicht, sagt Wiasmitinow, beim Design sei es vor allem um Modifizierbarkeit, Robustheit und leichte Reparaturen gegangen.

Noch entwickelt Wiasmitinow das Gerät. In ersten Prototypen sei beispielsweise die Induktionsspule mehrmals mit einem lauten Knall explodiert, erzählt er.

Wird noch optimiert

Die nächste Version soll mit einem Raspberry Pi laufen statt mit einem Arduino. Der Everycook soll später mit einer Sprachausgabe und einem Routenplaner für Einkaufstouren ausgestattet werden. Er kann auch einfach nur das aufzählen, was im Kühlschrank ist. Außerdem muss das Säubern des Geräts noch optimiert werden. Nicht alle Teile passen in den Geschirrspüler.

Zwar bleibt der Everycook Open Hardware, Wiasmitinow will das Gerät aber finanzieren und vermarkten - 2013 über Kickstarter. Zunächst soll der Verkauf der Hardware sein Projekt finanzieren. Später sollen kostenpflichtige High-End-Versionen hinzukommen. Ein Teil der Finanzierung soll auch durch die Geschäfte abgedeckt werden, auf die Everycook den Kunden hinweist.


eye home zur Startseite
Cinemati 01. Jan 2013

Na klingt doch nach einer schönen heilen Welt ;)

m9898 01. Jan 2013

Digitale Fotografie ist natürlich auch nicht zu vergessen ;)

Lala Satalin... 31. Dez 2012

Den größten Schaden fügen sie leider den Passivrauchern zu.

weltraumkuh 30. Dez 2012

ich kannte den Thermomix noch nicht. Interessantes Gerät, könnte aber noch verbessert...

Barbapapa 29. Dez 2012

So komplexes Gerät können wir Chemielaboranten gar nicht bedienen.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Winkelmann Group GmbH + Co. KG, Ahlen
  2. GALERIA Kaufhof GmbH, Köln
  3. Chemische Fabrik Budenheim KG, Budenheim
  4. Warner Music Group Germany Holding GmbH, Hamburg


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 24,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. (u. a. Warcraft Blu-ray 9,29€, Jack Reacher Blu-ray 6,29€, Forrest Gump 6,29€, Der Soldat...
  3. 16,99€ (ohne Prime bzw. unter 29€ Einkauf + 3€ Versand)

Folgen Sie uns
       


  1. Digital Paper DPT-RP1

    Sonys neuer E-Paper-Notizblock wird 700 US-Dollar kosten

  2. USB Typ C Alternate Mode

    Thunderbolt-3-Docks von Belkin und Elgato ab Juni

  3. Sphero Lightning McQueen

    Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen

  4. VLC, Kodi, Popcorn Time

    Mediaplayer können über Untertitel gehackt werden

  5. Engine

    Unity bekommt 400 Millionen US-Dollar Investorengeld

  6. Neuauflage

    Neues Nokia 3310 soll bei Defekt komplett ersetzt werden

  7. Surface Studio

    Microsofts Grafikerstation kommt nach Deutschland

  8. Polar

    Fitnesstracker A370 mit Tiefschlaf- und Pulsmessung

  9. Schutz

    Amazon rechtfertigt Sperrungen von Marketplace-Händlern

  10. CPU-Architektur

    RISC-V-Patches für Linux erstmals eingereicht



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Google I/O: Google verzückt die Entwickler
Google I/O
Google verzückt die Entwickler
  1. Neue Version im Hands On Android TV bekommt eine vernünftige Kanalübersicht
  2. Play Store Google nimmt sich Apps mit schlechten Bewertungen vor
  3. Daydream Standalone-Headsets auf Preisniveau von Vive und Oculus Rift

Panasonic Lumix GH5 im Test: Die Kamera, auf die wir gewartet haben
Panasonic Lumix GH5 im Test
Die Kamera, auf die wir gewartet haben
  1. Die Woche im Video Scharfes Video, spartanisches Windows, spaßige Switch

Asus B9440 im Test: Leichtes Geschäftsnotebook liefert zu wenig Business
Asus B9440 im Test
Leichtes Geschäftsnotebook liefert zu wenig Business
  1. ROG-Event in Berlin Asus zeigt gekrümmtes 165-Hz-Quantum-Dot-Display und mehr

  1. Re: Unterschied OLED zu QLED

    BigBubby | 12:14

  2. Re: Warum überhaupt VLC nutzen

    violator | 12:14

  3. Razer Core vs Alienware Graphics Amplifier mit...

    Compufreak345 | 12:12

  4. Re: Für Vermögende die kreativ sein wollen..

    violator | 12:11

  5. Re: Wer ahnt hier Zusammenhänge????

    GenXRoad | 12:08


  1. 10:10

  2. 09:59

  3. 09:00

  4. 18:58

  5. 18:20

  6. 17:59

  7. 17:44

  8. 17:20


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel