Abo
  • IT-Karriere:

Kubuntu: Jonathan Riddell tritt nach Streit zurück

Der führende Kubuntu-Entwickler hat seinen Sitz im Kubuntu Council aufgegeben und kommt so der Forderung des Ubuntu Community Councils und nicht zuletzt Mark Shuttleworths nach. Vorausgegangen war ein wochenlanger Führungsstreit.

Artikel veröffentlicht am ,
Kubuntu-Entwickler Jonathan Riddell hat seinen Sitz im Kubuntu Council aufgegeben.
Kubuntu-Entwickler Jonathan Riddell hat seinen Sitz im Kubuntu Council aufgegeben. (Bild: KDE)

In einer knappen Mitteilung gibt das Ubuntu Community Council (UCC) bekannt, dass der führende Kubuntu-Entwickler Johnathan Riddell seinen Sitz im Kubuntu Council freigibt. Die Entscheidung sei nach einem Treffen zwischen dem UCC, dem Kubuntu Council sowie Mark Shuttleworth und Riddell selbst gefallen. Riddell kommt so der Forderung des UCC und Shuttleworths nach. Im Gegenzug wurde ein Posting bei fridge.ubuntu.com gelöscht, in dem das UCC nochmals detailliert die Gründe für Riddells Demission darlegt. Der Schritt beendet zunächst einen wochenlangen Streit.

Stellenmarkt
  1. Auswärtiges Amt, Berlin
  2. Jetter AG, Ludwigsburg

Ob Riddell bei der Kubuntu Community bleibt und welche Rolle er dort weiter spielen soll, ist nicht bekannt und geht auch nicht aus der Mitteilung hervor. Man wolle die Arbeit an Kubuntu weiter fortsetzen - in beidseitigem Einvernehmen. Dennoch sollen Konsequenzen aus der Art und Weise gezogen werden, wie der Streit zwischen Riddell und den beiden Communitys ausgetragen wurde, heißt es dort weiter.

Interne E-Mails veröffentlicht

Vor etwa vier Wochen wurde bekannt, dass der Community-Beirat von Ubuntu dem Kubuntu-Führungsgremium (KC) bekanntgegeben hatte, nicht mehr mit Jonathan Riddell zusammenarbeiten zu wollen. Er wurde außerdem aufgefordert, für mindestens zwölf Monate von all seinen Ämtern zurückzutreten - eine Entscheidung, die auch von Mark Shuttleworth gebilligt worden ist. Begründet wurde der Ausschluss mit der als sehr schwierig betrachteten Zusammenarbeit mit dem wohl führenden Kubuntu-Projektmitglied.

Die E-Mails über die zunächst nur intern geführte Diskussion hatte Scott Kitterman im Namen des Kubuntu-Beirats veröffentlicht. Kitterman hatte kritisiert, dass die Entscheidung, Riddell zum Rücktritt zu bewegen, zuvor nicht mit dem Kubuntu Council diskutiert wurde, sondern die alleinige Entscheidung des UCC und Shuttleworths war. Kitterman hat inzwischen das Entwicklerteam bei Ubuntu verlassen.

Schwierige Zusammenarbeit

Riddell ist seit langem als streitbar bekannt. Ihm wird unter anderem aggressives und streitlustiges Verhalten vorgeworfen und damit die Verletzung der Verhaltensregeln (Code of Conduct) der Ubuntu-Community. Außerdem wird ihm vorgeworfen, er habe trotz mehrfacher Bitten sein Verhalten nicht gemäßigt, private Kommunikation veröffentlicht, einzelne Community-Mitglieder falsch dargestellt, sich gegenüber dem Ubuntu-Beirat nicht respektvoll verhalten und seine Führungsrolle missbraucht, um die Community zu spalten.

Auslöser für die immer wiederkehrenden Auseinandersetzungen zwischen Riddell und dem Ubuntu-Beirat sind die aus Sicht des Entwicklers unzureichenden Antworten des Gremiums auf zwei seit Jahren vorgebrachte Probleme. So sammelte Canonical auf der Webseite von Ubuntu Spenden, die auch der Unterstützung der Ubuntu-Derivate dienen sollten. Riddell möchte wissen, wie genau dieses Geld verteilt worden ist. Eine detaillierte Antwort dazu könne aber nur Canonical selbst geben.

Die Vorwürfe gegen Riddell wurden nach Kittermans Veröffentlichung interner E-Mails in einem Posting des UCC auf der Fridge-Mailingliste nochmals erörtert. Das wiederum stieß bei dem Kubuntu Council auf Kritik. Nachdem Riddell seinem Rückzug zugestimmt hat, wurde auch das Posting bei Fridge entfernt.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Wahrheitssager 27. Jun 2015

Da ist schon mehr gebaut worden. Aber es scheint momentan etwas kaputt bzw. baut nicht...

mingobongo 26. Jun 2015

Wahrscheinlich ist Canonical sich darüber bewusst das es im Internet noch zu finden ist...

Anonymer Nutzer 26. Jun 2015

macht man sich gegenseitig klein.


Folgen Sie uns
       


Hyundai Kona Elektro - Test

Das Elektro-SUV ist ein echter Langläufer.

Hyundai Kona Elektro - Test Video aufrufen
Ryzen 7 3800X im Test: Der schluckt zu viel
Ryzen 7 3800X im Test
"Der schluckt zu viel"

Minimal mehr Takt, vor allem aber ein höheres Power-Budget für gestiegene Frequenzen unter Last: Das war unsere Vorstellung vor dem Test des Ryzen 7 3800X. Doch die Achtkern-CPU überrascht negativ, weil AMD es beim günstigeren 3700X bereits ziemlich gut meinte.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Agesa 1003abba Microcode-Update taktet Ryzen 3000 um 50 MHz höher
  2. Agesa 1003abb Viele ältere Platinen erhalten aktuelles UEFI für Ryzen 3000
  3. Ryzen 5 3400G und Ryzen 3 3200G im Test Picasso passt

Dick Pics: Penis oder kein Penis?
Dick Pics
Penis oder kein Penis?

Eine Studentin arbeitet an einer Software, die automatisch Bilder von Penissen aus Direktnachrichten filtert. Wer mithelfen will, kann ihr Testobjekte schicken.
Ein Bericht von Fabian A. Scherschel

  1. Medienbericht US-Regierung will soziale Netzwerke stärker überwachen
  2. Soziales Netzwerk Openbook heißt jetzt Okuna
  3. EU-Wahl Spitzenkandidat Manfred Weber für Klarnamenpflicht im Netz

Sonos Move im Test: Der vielseitigste Lautsprecher von Sonos
Sonos Move im Test
Der vielseitigste Lautsprecher von Sonos

Der Move von Sonos überzeugt durch Bluetooth und ist dank Akku und stabilem Gehäuse vorzüglich für den Außeneinsatz geeignet. Bei den Funktionen ist der Lautsprecher leider nicht so smart wie er sein könnte.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Update für Multiroom-Lautsprecher Sonos-App spielt keine lokalen Inhalte mehr vom iPhone ab
  2. Smarter Lautsprecher Erster Sonos-Lautsprecher mit Akku und Bluetooth
  3. Soundbars Audiohersteller Teufel investiert in eigene Ladenkette

    •  /