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Kubuntu: Blue Systems statt Canonical als Sponsor

Kubuntu erhält künftig finanzielle Unterstützung von Blue Systems. Der Hauptverantwortliche Jonathan Riddell verlässt Canonical, arbeitet aber weiter Vollzeit für das Projekt.
/ Sebastian Grüner
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Canonical degradiert Kubuntu von einer offiziellen Version zu einem Derivat. (Bild: Kubuntu)
Canonical degradiert Kubuntu von einer offiziellen Version zu einem Derivat. Bild: Kubuntu

Beginnend mit dem Entwicklungszyklus von 12.10 wird Kubuntu von Blue Systems gesponsert(öffnet im neuen Fenster) . Die deutsche Firma Blue Systems(öffnet im neuen Fenster) unterstützt außerdem die Distribution Netrunner-OS(öffnet im neuen Fenster) , die KDE-Version von Linux Mint und einige KDE-Anwendungen.

Kubuntu ohne Canonical

Im Februar 2012 hatte der hauptverantwortliche Kubuntu-Entwickler Jonathan Riddell bekanntgegeben, dass Canonical die offizielle und finanzielle Unterstützung einstellen werde und er nur noch in seiner Freizeit an dem Ubuntu-Derivat mit KDE-Oberfläche arbeiten könne.

Diese Annahme Riddells wird sich nicht bewahrheiten. Dem US-Magazin Muktware sagte Riddell(öffnet im neuen Fenster) , er werde nach dem kommenden Ubuntu Developer Summit Canonical verlassen. Dank der Unterstützung von Blue Systems werde er danach weiter Vollzeit an Kubuntu arbeiten.

Kubuntu nicht am Ende

Weiter heißt es bei Muktware: "Mit diesem neuen Sponsor werden wir die nötige Unabhängigkeit erreichen, um dem Projekt Flügel zu verleihen." In seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) gibt Riddell einen Ausblick darauf, was das heißen könnte. Neben einer Tabletversion und der Unterstützung für die ARM-Architektur könnte auch die Integration mit Serveranwendungen wie etwa Owncloud(öffnet im neuen Fenster) oder Kolab(öffnet im neuen Fenster) vorangetrieben werden.

Es besteht allerdings noch ein ungelöstes Problem mit Canonical. Das Unternehmen halte die Markenrechte am Namen Kubuntu und lizenziere die Nutzung an die Community nur für den nichtkommerziellen Gebrauch, so Riddell. Wie und ob das Sponsoring durch Blue Systems von Kubuntu unter diesen Voraussetzungen erlaubt ist, sei noch nicht bekannt. Im schlimmsten Fall müsste Kubuntu umbenannt werden, worin Riddell aber auch eine Chance sieht.

Die nächste Kubuntu-Version 12.04 soll Ende April dieses Jahres erscheinen und fünf Jahre lang Unterstützung erhalten. Die Veröffentlichung wird KDE SC 4.8 enthalten.


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