Kryptowährungs-Börse: FTX meldet nach gescheiterter Übernahme Insolvenz an

FTX ist zahlungsunfähig. Die Handelsplattform für Kryptowährungen hat am 11. November in den USA Insolvenz nach dem Chapter-11-Verfahren angemeldet. Das gab das Unternehmen in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) bekannt.
Das Verfahren betrifft alle mehr als 130 Unternehmen der FTX Group, darunter auch FTX US und Alameda Research. CEO Sam Bankman-Fried ist von seinem Posten zurückgetreten.
Der 30-Jährige versicherte zuletzt noch auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) , dass die Kunden in den USA nicht betroffen seien.
Zuvor hatte die Wertpapieraufsicht der Bahamas das Vermögen von FTX eingefroren. Das gab die Behörde in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) bekannt. Das Unternehmen verzeichne ein Defizit von 8 Milliarden US-Dollar(öffnet im neuen Fenster) , sagte Sam Bankman-Fried in einer Telefonkonferenz am Donnerstag.
Die Nachrichtenlage um die Situation ist weiterhin chaotisch. Unbestätigten Gerüchten zufolge(öffnet im neuen Fenster) soll Bankman-Fried in den Bahamas verhaftet worden sein.
Die größte Kryptowährungs-Handelsplattform Binance hatte am 9. November 2022 zunächst angekündigt , den angeschlagenen Konkurrenten zu übernehmen. CEO Changpeng Zhao unterzeichnete allerdings nur eine unverbindliche Absichtserklärung.
Bereits einen Tag später sagte Binance die Rettung von FTX allerdings wieder ab . "Ursprünglich hatten wir gehofft, die Kunden von FTX bei der Bereitstellung von Liquidität unterstützen zu können" , schrieb das Unternehmen auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) , "aber die Probleme entziehen sich unserer Kontrolle und unserer Fähigkeit zu helfen."
Folgen für den gesamten Markt
Bitcoin sackte infolge der drohenden FTX-Pleite auf ein neues Jahrestief(öffnet im neuen Fenster) von 15.512 US-Dollar. Auch die nach Marktkapitalisierung größte Stablecoin Tether(öffnet im neuen Fenster) rutschte ab.
FTX-CEO Sam Bankman-Fried hatte sich einen Tag zuvor auf Twitter entschuldigt: "Es tut mir leid. Ich habe es versaut und hätte es besser machen sollen." Bankman-Fried wird unter anderem vorgeworfen(öffnet im neuen Fenster) , Kundengelder von FTX genutzt zu haben, um sein Unternehmen Alameda Research zu retten. Die US-Börsenaufsicht SEC und das Justizministerium haben Ermittlungen gegen FTX eingeleitet.



