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Kryptowährungs-Börse FTX: Binance übernimmt Konkurrenten, um Insolvenz zu vermeiden

Zuvor gab es Gerüchte über eine Zahlungsunfähigkeit von FTX. Bitcoin sank zeitweise unter einen Wert von 18.000 US-Dollar.
/ Daniel Ziegener
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Binance baut seine Vormachtstellung aus. (Bild: Kanchanara)
Binance baut seine Vormachtstellung aus. Bild: Kanchanara / Unsplash

Die größte Handelsplattform für Kryptowährungen Binance wird wohl ihren Konkurrenten FTX übernehmen. Das gab Binance-CEO Changpeng Zhao am Dienstag auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) bekannt. FTX habe Binance "um Hilfe gebeten" , so Zhao. "Um die Nutzer zu schützen, haben wir eine unverbindliche Absichtserklärung unterzeichnet, um FTX.com vollständig zu übernehmen und den Liquiditätsengpass zu überbrücken."

Die Übernahme folgt auf Gerüchte einer möglichen Zahlungsunfähigkeit von FTX. Berichten zufolge(öffnet im neuen Fenster) hatte FTX am 8. November 2022 Abhebungen von bei der Handelsplattform hinterlegten Wallets gestoppt. Der Kurs von FTX' eigener Kryptowährung FTT brach um über 75 Prozent ein.

Die mögliche Übernahme beeinflusste auch andere Kryptowährungen. Der Kurs der größten Kryptowährung(öffnet im neuen Fenster) Bitcoin sank kurzzeitig deutlich unter die Marke von 18.000 US-Dollar, der tiefste Stand seit zwei Jahren. Auch Altcoins sanken im Wert. Ethereum liegt aktuell bei etwa 1.200 US-Dollar.

Die CEOs äußern sich über Twitter

"Dies ist eine sehr dynamische Situation und wir bewerten die Situation in Echtzeit" , so Binance-CEO Zhao. Bislang habe Binance nur eine unverbindliche Absichtserklärung unterzeichnet. Es liege daher im Ermessen von Binance, jederzeit aus dem Geschäft auszusteigen, fügte Zhao hinzu. FTX-CEO Sam Bankman-Fried äußerste sich ebenfalls über Twitter(öffnet im neuen Fenster) . "Ich weiß, dass es in den Medien Gerüchte über einen Konflikt zwischen unseren beiden Börsen gegeben hat" , schrieb er.

"Binance hat jedoch immer wieder gezeigt, dass es sich für eine dezentralere globale Wirtschaft einsetzt und gleichzeitig daran arbeitet, die Beziehungen zwischen der Branche und den Regulierungsbehörden zu verbessern. Wir sind in den besten Händen."


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