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Für Bitcoin war 2017 ein ereignisreiches Jahr, 2018 dürfte ebenso spannend werden.
Für Bitcoin war 2017 ein ereignisreiches Jahr, 2018 dürfte ebenso spannend werden. (Bild: Stephane de Sakutine/AFP/Getty Images)

Die Bitcoin-Blockchain wird modernisiert

Ein Grund für den derzeitigen Höhenflug ist sicherlich das riesige, aber letztlich unvollständige Reformwerk, das die Kryptowährung 2017 erlebte. Unter dem Projektnamen Segwit sollte die zentrale Datenbank von Bitcoin modernisiert werden, in der Transaktionen in einzelnen Blöcken festgehalten werden - die sogenannte Blockchain. Damit sollten die stetig zunehmenden Verzögerungen bei den Transaktionen und die ebenfalls stetig steigenden Gebühren abgeschwächt werden. Mit zunehmender Popularität erwies sich die vorherige Implementation der Bitcoin-Blockchain als nicht mehr zeitgemäß. Hauptgründe waren die Einschränkungen bei der Blockgröße und der monolithische Aufbau der zentralen Datenbank.

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Mit Segwit wurden die einzelnen Blöcke entschlackt, indem Informationen, die nicht langfristig zwingend erforderlich waren, aus den Blöcken ausgelagert wurden, so dass dort mehr Transaktionen untergebracht werden können. Zum anderen können künftig Transaktionen auch außerhalb der Blockchain getätigt werden. Die wesentlichen Informationen werden zu einem späteren Zeitpunkt und ohne Priorität in der Blockchain festgehalten. Diese sogenannten Lightning Networks können beispielsweise zwischen zwei Nutzern verwendet werden oder bei Micropayments, die dann zu einem späteren Zeitpunkt en bloc in die Blockchain eingetragen werden.

Bitcoin-Reform wird gebremst

Auf Segwit, das im November 2017 von der Mehrheit der Miner, Börsenbetreiber und Kernentwickler verabschiedet wurde, sollte eigentlich noch Segwit2x folgen, das die Blockgröße von verdoppeln sollte. Schon für das umstrittene Segwit-Update war bis zuletzt nicht sicher, ob sich überhaupt eine Mehrheit finden würde. Für Segwit2x gab es dann keine mehr. Die Gründe dafür waren so zahlreich wie die am Entscheidungsprozess beteiligten Akteure. Die Fraktion der Kernentwickler - die als Hüter des ursprünglichen Konzepts von Bitcoin gelten - schreckte vor dem Hardfork zurück und argumentierte, dass die mit Segwit eingeführten Änderungen ausreichten.

Segwit wurde als Softfork der Bitcoin-Blockchain umgesetzt, bei dem die aktuelle Struktur der Blockchain weiterhin nutzbar bleibt. Ältere Blöcke behalten ihre Gültigkeit und neue können im alten Format geschrieben werden. Das soll einen sanften Übergang ermöglichen und Noch-Verweigerer nicht komplett ausschließen. Bei Segwit2x wäre ein Hardfork nötig, bei dem ab dem Zeitpunkt der Aktivierung eine neue Blockchain gestartet werden müsste. Dazu müssten die Knoten, die die Blockchain aktuell halten, aktualisiert werden.

Die Angst vor eine Blockchain-Spaltung

Vor allem müssten die Wallets, die Nutzer zur Verwaltung ihrer Bitcoins verwenden, ebenfalls sofort angepasst werden. Zudem sollte es eine umstrittene Replay Protection geben, die sicherstellen sollte, dass Transaktionen nicht versehentlich sowohl in der alten als auch in der neuen Blockchain geschrieben werden. Eine Replay Protection könnte aber zu Problemen mit der Simplified Payment Verification (SPV) und den sogenannten Light Wallets führen, die nicht die gesamte Blockchain speichern, sondern nur einen aktuellen Teil davon. Diese technischen Hürden könnten dazu führen, dass es zu einer Spaltung von Bitcoin komme, argumentierten die Kernentwickler, die schon Segwit kritisch gegenüberstanden.

Segwit wurde bereits 2016 von führenden Börsen und Mininggruppen im sogenannten New Yorker Abkommen beschlossen. Die Kernentwickler lehnten das Abkommen aber ab und konnten nur mühsam zur Zusammenarbeit überredet werden, unter anderem auch deshalb, weil andere Kryptowährungen die geplanten Änderungen bereits erfolgreich umgesetzt hatten. Und auch, weil die Unterzeichner des New Yorker Abkommens zwar keine Mehrheit darstellten, aber dennoch zu den einflussreichsten Mitgliedern der Bitcoin-Community zählten und Druck machten, Bitcoin langfristig wettbewerbsfähig zu halten. Sicherlich entscheidend war auch, dass die als UASF bezeichnete Fraktion der Benutzer sich ebenfalls hinter Segwit stellte.

Die Diskussion um Segwit und Segwit2x zeigt exemplarisch, dass hinter Bitcoin keine einheitliche Gruppe steht, sondern teils nahezu verfeindete Gruppen, die oft nur schwerlich zu einem Konsens gelangen. Das ging so weit, dass eine Gruppe ungeduldiger Miner im August 2017 eine Abspaltung gründete, die Segwit2x gleich umsetzte. Bitcoin Cash bekam nach seiner Gründung viel Zuspruch und hält seinen Kurs bislang weitaus stetiger als Bitcoin.

Nicht zu Unrecht hat Bitcoin den Ruf als Währung der Datendiebe, Drogenbarone und anderer zwielichtiger Gestalten.

 Kryptowährungen: Von Tulpen, Berg- und TalfahrtenKryptowährungen etablieren sich als Zahlungsmittel für Erpresser 

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niceone23 14. Jan 2018

Alles Rund um Bitcoins www.bitcoins-24.blogspot.de Bitcoin für Anfänger Einführung...

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Hansdampf99 11. Jan 2018

Eigenartig, daß dies noch niemand bisher gemacht hat. Der Coo ist ein weltweit...

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Hansdampf99 11. Jan 2018

Naja... die Rechnung ist etwas Milchmädchen... viele Mining Farmen stehen auch in den...

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Hansdampf99 11. Jan 2018

Sorry... ich weiss nicht woher du diese Informationen hast, aber das ist einfach...

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