Kryptowährungen: Tornado-Cash-Entwickler wegen Geldwäsche festgenommen
Niederländische Ermittler haben einen Entwickler des Krypto-Mixers Tornado Cash festgenommen. Wie unter anderem Spiegel Online(öffnet im neuen Fenster) berichtet, steht der 29-jährige im Verdacht, für die nordkoreanische Hackergruppe Lazarus Kryptogeld gewaschen, also anonymisiert zu haben.
Bei sogenannten Krypta-Mixern wie Tornado Cash lassen sich Kryptowährungen anonymisieren. Das ist vor allem bei Kryptogeld hilfreich, das auf illegalem Weg beschafft wurde – etwa durch Hacks oder Ransomware-Attacken. Über die Identität des Entwicklers machten die Behörden keine Angaben, die Ermittlungen gegen Tornado Cash sollen seit Juni 2022 laufen.
Die USA haben gegen den Dienst bereits Sanktionen verhängt, eben wegen der mutmaßlichen Unterstützung für die nordkoreanischen Hacker. Die Lazarus-Gruppe soll unter anderem für den Hack der Ronin-Bridge des Spieleentwicklers Sky Mavis verantwortlich sein. Die Entwickler des Krypto-Spiels Axie Infinity hatten Kryptowährungen im Wert von über 600 Millionen US-Dollar verloren.
Tornado Cash mit unrühmlicher Vergangenheit
Tornado Cash war auch in den Rug-Pull rund um den Squid Coin im November 2021 verwickelt. Ein Rug Pull ist ein angekündigter Drop einer neuen Krypto-Währung, der dann allerdings nicht stattfindet. Stattdessen machen sich die Entwickler in einem solchen Betrugsschema mit den gesammelten Geldern aus dem Staub.
Genau das ist beim Squid Coin passiert, der den Marketing-Hype um die Netflix-Serie Squid Game nutzte. Die angeblichen Entwickler entwendeten mehrere Millionen US-Dollar in Kryptogeld, die Investoren für den Coin ausgegeben hatten. Die erbeuteten Kryptowährungen wurden ebenfalls über Tornado Cash anonymisiert.
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