Kryptowährungen: Segwit ist in der Bitcoin-Blockchain aktiv

Seit Donnerstagabend (24. August 2017) ist das große Update namens Segwit für Bitcoin offiziell aktiv. Der Wert der Kryptowährung bleibt stabil. Ob die Transaktionsgebühren jetzt wieder sinken, bleibt noch abzuwarten.

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Der Kryptowährung Bitcoin hat grundlegende Änderungen bekommen.
Der Kryptowährung Bitcoin hat grundlegende Änderungen bekommen. (Bild: Jörg Thoma/Golem.de)

Die wohl bislang größte Aktualisierung für die Kryptowährung Bitcoin ist nach jahrelanger Diskussion jetzt erfolgt: Segwit wurde mit Block 481.822 in der Blockchain scharf gestellt. Der Kurs der virtuellen Währung bleibt bei etwa 4.300 US-Dollar stabil, was als Vertrauensbeweis der Bitcoin-Community gewertet werden kann. Bis die vielen Änderungen greifen, die Segwit mitbringt, könnten aber noch mehrere Monate dauern. Zunächst müssen die Entwickler der zahlreichen Wallets nachziehen.

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Die von vielen Nutzern ersehnte Verringerung der Transaktionsgebühren wird deshalb wohl nicht unmittelbar eintreten, sie liegen weiterhin bei etwa sechs US-Dollar pro Transaktion. Segwit bildet aber die Grundlage für weitere geplante Änderungen am Bitcoin-Protokoll, die nicht nur die Effizienz von Überweisungen verbessern sollen.

Vorbereitungen für Segwit2x laufen an

Das nächste wichtige Update, für das Segwit die Grundlage bildet, soll bereits im November 2017 umgesetzt werden: Segwit2x. Dabei soll die maximale Blockgröße in der Bitcoin-Blockchain von bisher einem MByte auf zwei MByte angehoben werden, um noch mehr Platz für Transaktionen zu schaffen. Segwit2x wurde von einer Mehrheit der Bitcoin-Community im Rahmen des sogenannten New York Agreements abgesegnet. Noch sind aber nicht alle damit einverstanden. Einigen geht die Erhöhung der Blockgröße nicht weit genug.

Die kürzlich erfolgte Abspaltung Bitcoin Cash hat dessen Blockgröße beispielsweise gleich auf acht MByte gesetzt. Bitcoin Cash hat sich als erfolgreicher Fork etabliert, der Kurs schwankt aber noch deutlich und liegt aktuell bei etwa 650 US-Dollar. Inzwischen sind aber mehr als 900 Knoten Teil des Netzwerks - Tendenz steigend.

Weitere Spaltung droht im November

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Die Erhöhung der Blockgröße ist aber mit einem sogenannten Hard-Fork verbunden. Damit ist die Abspaltung eigenständig und nicht mehr mit der ursprünglichen Bitcoin-Blockchain kompatibel. Die für Bitcoin geplante Aktualisierung Segwit2x ist ebenfalls ein Hard-Fork. Sollten nicht alle Teilnehmer Segwit2x im November umsetzen, droht eine weitere Spaltung der Bitcoin-Blockchain.

Das jetzt aktive Update Segwit bringt Änderungen mit, die Bitcoin künftig nicht nur effizienter, sondern auch flexibler gestalten kann. So könnten künftig das sogenannte Lightning Network umgesetzt werden, das unmittelbare Transaktionen zwischen Teilnehmern außerhalb der Blockchain erlaubt.

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