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Kryptowährungen: Rettungsplan für Mtgox vorgelegt

Eine Investorengruppe hat einen Rettungsplan für die insolvente Bitcoin -Börse Mtgox vorgelegt. Demnach sollen Anleger mehr Geld zurückerhalten als aus der gegenwärtigen Insolvenzmasse. Der Übernahme muss der japanische Insolvenzverwalter noch zustimmen.
/ Jörg Thoma
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Mtgox hat einen Antrag auf Abwicklung gestellt, hofft aber noch auf einen Investor. (Bild: Mtgox/Screenshot: Golem.de)
Mtgox hat einen Antrag auf Abwicklung gestellt, hofft aber noch auf einen Investor. Bild: Mtgox/Screenshot: Golem.de

Unter dem Namen Savegox(öffnet im neuen Fenster) läuft ein Rettungsplan für die insolvente Bitcoin-Börse. Eine Investorengruppe, die sich in der Dachgesellschaft Sunlot Holdings bereits zusammengetan hat, will Mtgox übernehmen. Die Investorengruppe hat sich nach eigenen Angaben(öffnet im neuen Fenster) bereits mit 70 Prozent der etwa 50.000 ehemaligen Anleger der Bitcoin-Börse geeinigt, die eine Sammelklage gegen die Mtgox-Betreiber in den USA anstreben.

Der Rettungsplan sieht vor(öffnet im neuen Fenster) , dass Sunlot Holdings die gesamte Insolvenzmasse samt Schulden der Bitcoin-Börse übernimmt. Damit verpflichten sie sich auch, den ehemaligen Anlegern zumindest einen Teil ihres verlorengegangenen Vermögens sofort zu erstatten. Außerdem soll mitgeteilt werden, wie der Verlust der Bitcoins passierte, der zu der Pleite führte und wie hoch das tatsächlich noch vorhandene Aktivvermögen ist.

10 Millionen für die Tätersuche

Allerdings sind die Bedingungen recht hart. Sunlot Holdings will zunächst 10 Millionen US-Dollar aus der Insolvenzmasse bereitstellen, um eine forensische Suche nach den verlorengegangenen Bitcoins und die Verfolgung der möglichen Täter zu finanzieren. Von dem wiedergefundenen Vermögen will Sunlot Holdings 10 Prozent einbehalten. Das verschwundene Vermögen wird auf zwischen 275 Millionen und über 400 Millionen US-Dollar geschätzt.

Kunden sollen insgesamt eine 16,5-prozentige Beteiligung an Sunlot Holdings erhalten, um einen möglichen Verlust auszugleichen. Die Dividenden sollen unter allen Kunden gleichermaßen verteilt werden. Im Gegenzug sehen diese von einer Sammelklage in den USA und in Kanada gegen Mtgox ab. Die dortigen Gerichte müssen den Plan jedoch zulassen.

Zustimmungen stehen noch aus

Der Mtgox-Gründer Jed McCaleb und der ehemalige Mitarbeiter Gonzague Gay Bouchery haben der Übernahme bereits zugestimmt. Beide halten Anteile an Mtgox. Außerdem muss auch das Gericht in Tokio den Vorschlag akzeptieren(öffnet im neuen Fenster) , das die Insolvenz überwacht.

Auch nach der Übernahme sollen die Sammelklagen gegen den Mtgox-Chef Mark Karpelès, die Dachgesellschaft Tibanne und die Tokioter Mizuho Bank, auf deren Konten ein Großteil des Mtgox-Vermögens liegt, fortgesetzt werden.

Besser als Liquidierung

Sollte die Übernahme nicht klappen, würden Mtgox-Kunden bei einer Liquidierung nur einen Bruchteil ihres Geldes zurückerhalten, argumentiert Sunlot-Holdings-Chef John Betts. Mit ihrem Plan könnten die Anleger auf eine höhere Rückerstattung hoffen.

Sunlot Holdings hatte bereits kurz nach der Mtgox-Pleite sein Interesse an der Übernahme bekundet. Der Mitbegründer von Sunlot Holdings William Quigley hatte dies vor wenigen Tagen noch einmal bestätigt . Zu den weiteren Investoren gehören die Kryptowährungsexperten Brock Pierce und Jonathan Yantis sowie Investor Matthew Roszak.


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