Rug Pull auf der Binance Smart Chain (BSC)

Gefahren für Anleger und Investoren drohen aber nicht nur von außerhalb, sondern können auch von den Betreibern selbst ausgehen. Dies zeigen die Rug Pulls auf der Binance Smart Chain (BSC). Ähnlich wie zu Zeiten der Dotcom-Blase reicht es mittlerweile aus, ein undurchsichtiges Blockchain-Projekt zu starten, um zahlungsfreudige Investoren anzulocken.

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Dies zeigt sich unter anderem beim jüngsten Beispiel vom März dieses Jahres. Turtledex wurde als dezentrales Finanzwirtschafts-Projekt (DeFi) erfolgreich auf der Binance Smart Chain vermarktet und sicherte sich innerhalb von zwei Stunden 9.000 Binance Coins (BNB). Umgerechnet entsprechen diese einem Wert von 2,4 Millionen US-Dollar.

Anschließend folgte ein Exit-Scam und sämtliche Social-Media-Auftritte sowie die Webseite von Turtledex wurden gelöscht. Ursprünglich sollte es sich bei dem Projekt um eine DeFi-Speicherplattform handeln, auf der Nutzer ihre Daten ablegen können.

Exit-Scams: Plötzlich ist das Geld weg

Bereits Anfang März des aktuellen Jahres ereignete sich mit Meerkat Finance ein ähnlicher Fall. Dabei erbeuteten die Betreiber sogar rund 31 Millionen US-Dollar. Auch hier wählte man das gleiche Vorgehen: Der Twitter-Account wurde gelöscht und die Domain steht zum Verkauf.

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Die Macher gaben zwar auf Telegram an, gehackt worden zu sein, allerdings handelt es sich auch hier um einen klassischen Exit-Scam. Fraglich ist jedoch, warum solch hohe Summen überhaupt von Unternehmen wie Meerkat Finance eingenommen werden können. Zumal die jüngsten Fälle ein äußerst schlechtes Bild auf die BSC werfen.

Der Tesla-Gründer Elon Musk wurde in der Vergangenheit aufgrund seiner Twitter-Aktivitäten Opfer von Scammern. Die Betrüger versuchten mit gefälschten Profilen Bitcoins oder Ether zu erbeuten. Sie fordern unaufmerksame Nutzer auf, Bitcoins auf ein bestimmtes Konto zu überweisen, um anschließend die doppelte Menge zurückzubekommen.

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Musk, Obama und Bezos verschenken Bitcoins

Auch wenn die Kommentare des Betrüger-Accounts dem Original zum Verwechseln ähnlich sehen, wird beim Aufrufen des Profils schnell klar, dass es sich um eine Fake-Seite handelt. Im Juni des vergangenen Jahres erreichte die Betrugsmasche allerdings ungeahnte Dimensionen. Hackern war es gelungen, die Accounts von zahlreichen Prominenten zu übernehmen. Anschließend postete man unter anderem auf den Profilen von Barack Obama, Jeff Bezos oder Kanye West das genannte "Versprechen".

Zwar bieten die Blockchain und die darauf basierenden Kryptowährungen eine Vielzahl von Möglichkeiten, jedoch lauern hier auch diverse Gefahren. Somit sollte man keinesfalls unüberlegt handeln. Dies gilt sowohl bei Investitionen in neue Währungen, als auch bei vermeintlichen "Angeboten", die zu gut scheinen, um wahr zu sein.

Letztendlich handelt es sich um ein hochspekulatives Investment. Auch die massiven Kursschwankungen tragen nicht gerade zur Akzeptanz von Bitcoin und Co. bei. Ebenfalls sollte man beim Thema Lagerung beziehungsweise Verwahrung der digitalen Coins Vorsicht walten lassen. Andernfalls haben Kriminelle hier ein leichtes Spiel.

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perpetuum.mobile 16. Apr 2021

Halte ich für ein Gerücht. Die EU wird sicher kein System designen, welches so...

ap (Golem.de) 16. Apr 2021

Und ich kann wiederum auch hier bestätigen, dass der einzige Ihrer Kommentare, der hier...

smonkey 16. Apr 2021

2 TH/s war die Total-Hash-Rate. Die Einheit ist dafür ist TH/s wie du ja richtig als...

Rolf Schreiter 16. Apr 2021

Naja, ihm ist da wohl nicht so viel passiert. Die wirklich schlimmen Opfer waren dann...

che (Golem.de) 16. Apr 2021

Stimmt natürlich, wie es der Text darunter auch korrekt wiedergibt. Danke für den...



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