Bitcoin-Bank stellt nach Überfall den Betrieb ein

Der Angriff auf Mt. Gox war kein Einzelfall. 2014 gelang es Kriminellen, die kanadische Bitcoin-Bank Flexcoin leer zu räumen. Die Ganoven machten sich mit einer Beute von insgesamt 896 Bitcoins mit einem damaligen Wert von 430.000 Euro aus dem Staub.

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Dabei nutzten die Hacker einen Programmierfehler in der Webseite aus. Da der aktuelle Kontostand der Nutzer nicht in Echtzeit aktualisiert wurde, konnte man Konten durch das Versenden von simultanen Anfragen problemlos überziehen.

Auch wenn die Anzahl der gestohlenen Coins wesentlich geringer ausfiel, als dies bei Mt. Gox der Fall war, erholte sich Flexcoin nicht von dem Vorfall und musste letztendlich den Betrieb einstellen.

Gesamt-Hash-Rate von lediglich 2 TH/s

Aufwendiger als Hackerangriffe über Sicherheitslücken sind die sogenannten 51-%-Attacken. Hierbei müssen Angreifer mehr als die Hälfte der Rechenleistung besitzen, die dem Netzwerk zur Verfügung steht. Dann sind sie in der Lage, Transaktionen rückgängig zu machen oder sogenannte Double Spends auszuführen.

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Beim Double Spending werden digitale Tokens mehr als einmal ausgegeben. Etablierte Währungen wie zum Beispiel Bitcoin sind für solche Attacken jedoch weniger anfällig, da hierfür eine immense Rechenleistung benötigt wird. Allerdings können zumindest in der Theorie alle auf Proof-of-Work basierenden Währungen Opfer einer 51-%-Attacke werden. Aus diesem Grund konzentrieren sich Kriminelle in erster Linie auf "kleine" Währungen.

51-%-Angriffe auf Ethereum Classic

In der Vergangenheit verzeichnete die Kryptowährung Ethereum Classic immer wieder Versuche, das Netzwerk mit Hilfe einer 51-%-Attacke zu manipulieren. Der letzte und größte erfolgreiche Angriff auf die Währung erfolgte im August 2020.

Da die Gesamt-Hash-Rate zum damaligen Zeitpunkt lediglich bei 2 TH/s (Total-Hash-Rate pro Sekunde) lag, benötigten die Angreifer vergleichsweise wenig Rechenleistung. Der genaue Schaden lässt sich nicht beziffern, jedoch waren 7.000 Blöcke betroffen. Aktuell liegt die Total-Hash-Rate von Bitcoin bei fast 167 TH/s.

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Ethereum Classic ist nicht die einzige Kryptowährung, die in der Vergangenheit manipuliert wurde. Unter anderem zählte Bitcoin Gold (BTG) zu den Opfern eines 51-%-Angriffes. Insgesamt entstand hier ein Schaden von 72.000 US-Dollar.

Sowohl am 23. Januar als auch am 24. Januar 2020 wurden 1.900 beziehungsweise 5.267 BTG doppelt gebucht (Double Spending) - wobei im Fall von Bitcoin Gold lediglich 29 Blöcke betroffen waren. Zuvor konnten kriminelle Hacker im Mai 2018 Transaktionen von 18 Millionen US-Dollar manipulieren.

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 Bitcoin, Ethereum & Co.: Hände hoch, Überfall!Rug Pull auf der Binance Smart Chain (BSC) 
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perpetuum.mobile 16. Apr 2021

Halte ich für ein Gerücht. Die EU wird sicher kein System designen, welches so...

ap (Golem.de) 16. Apr 2021

Und ich kann wiederum auch hier bestätigen, dass der einzige Ihrer Kommentare, der hier...

smonkey 16. Apr 2021

2 TH/s war die Total-Hash-Rate. Die Einheit ist dafür ist TH/s wie du ja richtig als...

Rolf Schreiter 16. Apr 2021

Naja, ihm ist da wohl nicht so viel passiert. Die wirklich schlimmen Opfer waren dann...

che (Golem.de) 16. Apr 2021

Stimmt natürlich, wie es der Text darunter auch korrekt wiedergibt. Danke für den...



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