Kryptowährung: Visa und Mastercard könnten Libra Association verlassen

Trotz einer Bitte von Facebook: Einige Mitglieder der Libra Association wollen die Kryptowährung nicht öffentlich unterstützen. Im Gegenteil, mehrere Unternehmen denken darüber nach, wieder aus der Association und damit aus Libra auszusteigen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Digitalwährung Libra wird viel kritisiert.
Die Digitalwährung Libra wird viel kritisiert. (Bild: Gerd Altmann/Pixabay)

Jenseits der Aussagen von Facebook und der zum Teil harschen Kritik von europäischen und US-amerikanischen Politikern ist wenig von Libra zu hören. Insbesondere die Mitglieder der Libra Association, die eigentlich für die Verwaltung und Herausgabe verantwortlich ist, melden sich kaum zu Wort und überlassen Facebook und dessen Manager David Marcus das Feld. Das könnte durchaus einen Grund haben. Nach einem Bericht des Wall Street Journals (Paywall) überdenken mehrere Mitglieder ihre Beteiligung.

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28 Gründungsmitglieder hat die Libra Association, Facebook selbst ist mit seinem Tochterunternehmen Calibra vertreten. Finanzdienstleister Visa, Mastercard, Paypal und Stripe sowie Vodafone, Ebay, Booking.com, Spotify, Lyft und Uber. Jedes Mitglied muss 10 Millionen US-Dollar einzahlen. Der für Libra zuständige Facebook-Manager David Marcus hofft, dass die Libra Association bis zum Start der Digitalwährung auf hundert Unternehmen anwächst. Laut dem Wall Street Journal muss er sich aber eher Sorgen machen, dass mehrere Mitglieder die Libra Association wieder verlassen. Insbesondere die Finanzdienstleister Visa und Mastercard überdenken laut dem Bericht ihre Beteiligung.

Grund hierfür soll die massive Kritik aus Europa und den USA sein. Erst Anfang September hatte der französische Finanzminister Bruno Le Maire angekündigt, Libra auf europäischem Boden verhindern zu wollen. Auch die EU-Kommission möchte Libra genau untersuchen und befürchtet eine Vormachtstellung von Facebook. US-Schatzmeister Jerome Powell ist neben vielen weiteren gegen die Digitalwährung.

Hierin soll auch der Grund liegen, dass allein Facebook die Digitalwährung in den letzten Wochen verteidigt hat: Die Führungskräfte mehrere Mitglieder der Libra Association hätten es auf Nachfrage von Facebook abgelehnt, die Währung öffentlich zu unterstützen, heißt es in dem Bericht. Am 14. Oktober sollen sich die Firmen laut einem internen Memo in Genf treffen, um die Satzung der Libra Association zu prüfen und einen Verwaltungsrat zu ernennen.

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Würden sich die Unternehmen von der Libra Association lossagen, dürfte das die Digitalwährung weiter in Verruf bringen. Auch ihre Reichweite dürfte deutlich eingeschränkt werden, wenn sie nicht mehr durch die namhaften Zahlungsdienstleister und deren Zahlungsnetzwerke unterstützt würde. Zudem kündigt sich schon eine Konkurrenzwährung aus China an, die noch im November erscheinen könnte.

Facebook gab die Pläne für seine Digitalwährung Libra am 18. Juni offiziell bekannt. Zuvor waren bereits mehrfach Informationen geleakt worden. Zwar soll Libra wie Bitcoin und Ethereum auf der Blockchain basieren, im Unterschied zu diesen aber eine stabile Währung sein, ein sogenannter Stablecoin. Libra soll 2020 auf den Markt kommen.

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FreiGeistler 03. Okt 2019

Wo kämen wir auch hin, wenn der Kunde nach Leistung entscheiden könnte, ob er auch Kunde...

Peter Brülls 02. Okt 2019

Natürlich wird China es vormachen. China ist nicht nur autokratisch, sondern erkennbar...

neokawasaki 02. Okt 2019

Da ziehen sich die etablierten lieber zurück und das potentielle Libranetzwerk wird...

plastikschaufel 02. Okt 2019

Sehe ich ähnlich. Facebook ist der letzte Laden, der auf dem Finanzmarkt in der Form...



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