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Kryptowährung: $Trump-Coin-Käufer haben 3,8 Milliarden US-Dollar verloren

Von den Kryptogeschäften des US-Präsidenten haben nur die Trump-Familie und wenige spezialisierte Händler profitiert.
/ Mike Faust
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Werbung an einer Wechselstube für Kryptowährungen in Honkong am 12. März 2025 (Bild: MLADEN ANTONOV/AFP via Getty Images)
Werbung an einer Wechselstube für Kryptowährungen in Honkong am 12. März 2025 Bild: MLADEN ANTONOV/AFP via Getty Images

Durch den Kauf des von US-Präsident Donald Trump beworbenen Meme-Coins $Trump haben fast eine Million Anleger insgesamt 3,81 Milliarden US-Dollar verloren. Wie die New York Times unter Berufung auf einen Bericht des Kryptoanalyseunternehmens Nansen berichtet(öffnet im neuen Fenster), ist die Mehrheit der Kleinanleger von Verlusten betroffen, während Donald Trump und eine kleine Gruppe versierter Händler enorme Gewinne erzielen konnten.

Bis Ende Juni 2024 erlitten 988.905 Käufer des $Trump-Coin Verluste, nachdem der Wert der Kryptowährung von einem Höchstpreis von 75,35 US-Dollar um 97 Prozent auf 1,76 US-Dollar fiel. Trump soll aus dem Geschäft mit dem $Trump-Coin eine Auszahlung in Höhe von 636 Millionen US-Dollar erhalten haben. Er verdiente unabhängig vom Kurs durch Anteile an jeder Transaktion, während er den Meme-Coin aktiv auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social bewarb.

Neben dem $Trumo-Coin gehören der US-Präsident und seine Söhne zu den Gründern des Krypto-Start-ups World Liberty Financial, das die Kryptowährung $WLFI verkauft. Zwar fiel auch deren Kurs um etwa 82 Prozent, Trump konnte im Jahr 2025 aber dennoch Gewinne in Höhe von 799 Millionen US-Dollar mit dem Unternehmen erwirtschaften.

Kaum regulatorische Konsequenzen zu befürchten

Neben Trump und seiner Familie profitieren vor allem spezialisierte Händler, die häufig automatisierte Systeme verwenden, um früh ein- und rechtzeitig wieder aussteigen zu können. Insgesamt konnte dieser Personenkreis Gewinne in Höhe von vier Milliarden US-Dollar auf Kosten der Kleinanleger verzeichnen.

Donald Trump hat durch die gezielte Vermarktung volatiler Kryptowährungen an seine Anhänger große Gewinne erzielt. Er nutzte sein Amt und wies die US-Börsenaufsicht Anfang des Jahres 2025 an, die Überwachung des Markts für Meme-Coins einzustellen. Das Geschäft ist deshalb weitgehend unreguliert und es sind kaum Konsequenzen für Händler zu befürchten.


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