Kryptowährung: Bitcoin rutscht pünktlich zum Start in El Salvador ab

Der Kurs des Bitcoin(öffnet im neuen Fenster) ist am Morgen des 8. September 2021 auf teilweise nur noch knapp 45.000 US-Dollar gesunken. Noch zu Beginn der Woche hatte die Kryptowährung über 51.000 US-Dollar erreicht , was von manchen Analysten bereits als Vorbote eines neuen Kursrekordes gedeutet wurde. Auch Ethereum(öffnet im neuen Fenster) ist stark im Wert gesunken.
Zeitgleich mit dem Kursrutsch erfolgte die Einführung des Bitcoin in El Salvador als gesetzliches Zahlungsmittel . Dem Start der Kryptowährung in dem mittelamerikanischen Land dürfte der Wertverlust nicht geholfen haben. Zudem gab es nach Angaben von Spiegel Online(öffnet im neuen Fenster) zusätzliche Probleme beim Download der staatlichen Wallet Chivo.
Ob die Einführung des Bitcoin in El Salvador den Grund für die Kursschwankung darstellt, ist denkbar, aber nicht sicher. Anleger könnten sich durch die technischen Schwierigkeiten der Einführung verunsichert gefühlt haben. Außerdem steht die Möglichkeit im Raum, dass Bitcoin aufgrund der staatlichen Nutzung in El Salvador künftig stärker reguliert werden könnte.
Kreditwürdigkeit von El Salvador wurde herabgestuft
Die Ratingagentur Moody's stufte die Kreditwürdigkeit El Salvadors nach der Einführung des Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel herunter. El Salvadors Präsident Nayib Bukele sieht "enorme Vorteile" durch die Einführung. Demnach sollen jedes Jahr 400 Millionen US-Dollar an Überweisungsgebühren gespart werden können. Allerdings kann das überwiesene Geld kann innerhalb kurzer Zeit sehr viel mehr oder sehr viel weniger wert sein, da der Kurs der Kryptowährung sehr volatil ist.
Die Aktienkurse von Handelsplattformen haben nach der Talfahrt des Bitcoin mitunter an Wert verloren. So sank der Wert der Papiere von Coinbase, die zudem noch Probleme mit der US-Börsenaufsicht haben. Die Behörde droht wegen eines geplanten neuen Angebots mit einer Klage. Dabei können Nutzer Kryptovermögen verleihen und dafür Zinsen bekommen.