Kryptomining: Bitcoins Elektroschrott-Problem

Eine Studie versucht erstmals zu beziffern, wie groß die Menge des durch Bitcoin verursachten Elektroschrotts ist.

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Elektroschrott lässt sich nur mit großem Aufwand recyclen, daher landet er oft auf Mülldeponien.
Elektroschrott lässt sich nur mit großem Aufwand recyclen, daher landet er oft auf Mülldeponien. (Bild: Muntaka Chasant/Wikimedia Commons/CC-BY-SA 4.0)

Die Kryptowährung Bitcoin wird immer wieder für ihren hohen Stromverbrauch kritisiert. Eine Studie versucht jetzt ein anderes durch Bitcoin verursachtes Umweltproblem zu beziffern: Die Produktion von Elektroschrott durch ausrangierte Mining-Hardware.

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Die beiden Wissenschaftler Alex de Vries und Christian Stoll schätzen darin, wie groß die Menge der durch Bitcoin verursachten Elektroschrottmengen ist. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Resources, Conservation and Recycling veröffentlicht.

In Bitcoin kommt ein Proof-of-Work-Verfahren zum Einsatz. Dabei versuchen Beteiligte, eine Rechenaufgabe mit kryptographischen Hashes möglichst schnell zu lösen. Wer die Aufgabe als erstes löst, bestätigt damit den nächsten Block und erhält eine Belohnung in Form von neuen Bitcoins und den Gebühren für die im Block enthaltenen Transaktionen.

Bitcoin-Hardware nicht für andere Zwecke nutzbar

Diese Berechnungen werden heutzutage üblicherweise auf Spezialhardware durchgeführt, die darauf optimiert ist, genau diese Hashes zu berechnen. Für andere Zwecke ist die Hardware daher in aller Regel nicht zu gebrauchen, da es außerhalb von Kryptowährungen keinen Bedarf gibt, Milliarden von Hashes zu berechnen.

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Die Mining-Hardware wird immer besser, was dazu führt, dass alte Hardware relativ schnell überflüssig wird, da es sich nicht mehr lohnt, die Berechnungen mit den weniger effizienten Maschinen durchzuführen. Die jetzt veröffentlichte Studie schätzt, dass Bitcoin-Minder im Schnitt nur eine Lebensdauer von etwa 1,3 Jahren haben.

Insgesamt verursacht Bitcoin damit etwa 30.000 Tonnen Elektroschrott pro Jahr. Der Hauptautor der Studie, Alex de Vries, rechnet vor, dass damit eine einzelne Bitcoin-Transaktion etwa 270 Gramm an Elektroschrott verursacht.

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Die Studienautoren schlagen vor, dass Kryptowährungen auf das Proof-of-Work-Konsensverfahren verzichten sollten und stattdessen alternative Verfahren wie Proof-of-Stake einsetzen. Die Kryptowährung Ethereum hat seit mehreren Jahren angekündigt, diesen Wechsel zu vollziehen, allerdings wurde dies immer wieder verschoben. Bei Bitcoin gibt es bislang überhaupt keine Pläne, am Konsensverfahren etwas zu ändern.

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