Kryptomining: Bitcoin-Miner Stronghold gibt 26.200 Rigs ab
Um Schulden ab- und Liquidität auszubauen, gibt Stronghold fast 30.000 Kryptomining-Rigs zurück. Das Mining-Unternehmen leidet unter den Bitcoin-Preisen.
Das US-Mining-Unternehmen Stronghold hat einen Weg gefunden, einen großen Teil seiner Schulden loszuwerden. Wie Bloomberg berichtet, gibt Stronghold insgesamt 26.200 Mining-Rigs an seinen Kapitalgeber New York Digital Investment Group (NYDIG) ab, der im Gegenzug Verbindlichkeiten von 67,4 Millionen US-Dollar aus einer früheren Abmachung streicht.
Zusammen mit einem weiteren Restrukturierungsplan mit dem Geldgeber Whitehawk Capital kann Stronghold damit rund die Hälfte seiner Schulden abbauen. Zudem soll durch eine Wandelschuldverschreibung Liquidität gewonnen werden.
Rechnet man die Höhe des Schuldenerlasses gegen die Anzahl der Mining-Rigs gegen, so erhält NYDIG jedes Rig für knapp über 2.500 US-Dollar. Zwar ist nicht bekannt, wie leistungsfähig die Rigs sind, grundsätzlich scheint der Preis aber eher niedrig zu sein.
Bitcoin-Kurs ist niedrig
Stronghold steht wie viele Mining-Unternehmen vor dem Dilemma, dass der Kurs des Bitcoin immer noch niedrig ist, die Preise für Strom allerdings gestiegen sind. Dadurch wird das energieaufwendige Schürfen unrentabel. In der jüngsten Vergangenheit haben viele Miner ihre fürs Schürfen verwendeten Grafikkarten verkauft.
Stronghold ist unter anderem deshalb bekannt, da das Unternehmen zwei eigene Kraftwerke für die Energieerzeugung der eigenen Mining-Operationen besitzt. Der Kauf des fossilen Kraftwerks Scrubgrass in Pennsylvania hatte für Aufsehen gesorgt, dass dort besonders umweltschädliche Rückstände aus dem Kohleabbau verfeuert werden.
Stronghold sammelt die Reste in der Umgebung ein und sorgt dafür, dass das umweltschädliche Material aus der Landschaft verschwindet. Die Verbrennung setzt allerdings hohe Mengen an CO2 frei. Das Kraftwerk hat eine Leistung von 85 Megawatt.