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Kryptohandel: US-Banken sollen Kryptorisiken selbst verwalten

Die zuvor benötigte Genehmigung bezeichnete die FDIC als fehlerhaften Ansatz. Donald Trump begnadigt zudem die Gründer der Kryptobörse Bitmex.
/ Mike Faust
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Vor der FDIC hatte bereits eine weitere Bankenaufsichtsbehörde den Kryptohandel für Banken erleichtert. (Bild: Reuters / Nurphoto)
Vor der FDIC hatte bereits eine weitere Bankenaufsichtsbehörde den Kryptohandel für Banken erleichtert. Bild: Reuters / Nurphoto

Die US-amerikanische Federal Deposit Insurance Corporation (Bundeseinlagenversicherungsgesellschaft, FDIC) erlaubt es Banken, sich an Geschäften mit Kryptowährungen zu beteiligen, ohne dass diese vorher genehmigt werden müssen. Wie Reuters berichtet(öffnet im neuen Fenster) , gilt als Einschränkung lediglich, dass die Banken ihre Risiken angemessen selbst verwalten müssen.

"Die FDIC wendet sich von dem fehlerhaften Ansatz der letzten drei Jahre ab" , sagte der amtierende Vorsitzende der FDIC, Travis Hill, in einer Erklärung(öffnet im neuen Fenster) . Man wolle außerdem in Zukunft weitere Schritte unternehmen, um die Befugnisse von Banken in Bezug auf Kryptoprodukte und -dienstleistungen zu klären, fügte er hinzu.

Zuvor hatte eine weitere US-Bankenaufsichtsbehörde, das für die Überwachung des Kreditwesens zuständige Office of the Comptroller of the Currency (OCC), mit einer ähnlichen Regelung den Handel mit Kryptowährungen für Banken erleichtert.

Wegen Geldwäsche verurteilt und von Trump begnadigt

Der als Krypto-freundlich geltende US-Präsident Donald Trump begnadigte zudem die Gründer sowie einen hochrangigen Mitarbeiter der Kryptowährungsbörse Bitmex. Wie CNBC berichtete(öffnet im neuen Fenster) , hatten sich die früheren Bitmex-CEOs Arthur Hayes, Benjamin Delo und Samuel Reed sowie der ehemalige Leiter der Geschäftsentwicklung Gregory Dwyer zuvor wegen Verstößen gegen Anti-Geldwäsche-Regelungen und fehlenden Legitimationsüberprüfungen für Neukunden schuldig bekannt.

Die Beteiligten wurden daraufhin zu Bewährungsstrafen unterschiedlicher Länge und Geldstrafen in Höhe von insgesamt 30 Millionen US-Dollar verurteilt. Hinzu kam eine Geldstrafe in Höhe von 100 Millionen US-Dollar, die gegen das Unternehmen verhängt wurde. Laut der zuständigen US-Staatsanwaltschaft wurde Bitmex als Geldwäscheplattform betrieben.

Hayes und Delo bedankten sich bei Trump für die Begnadigung und bezeichneten die Verurteilung als politisch motiviert sowie auf antiquierten Gesetzen beruhend. Die Staatsanwaltschaft hielt dem entgegen, dass die Richtlinien von Bitmex bewusst so gestaltet worden seien, dass sich damit in den USA gültige Strafgesetze umgehen ließen.


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