Kryptogeld: Gemischte Bilanz für Bitcoin in El Salvador

El Salvador hat als erstes Land der Welt Bitcoin als Zahlungsmittel eingeführt. An vielen Bürgern läuft das Ganze jedoch eher vorbei.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Salvadorianischer Präsident und Bitcoin-Fan: Nayib Bukele
Salvadorianischer Präsident und Bitcoin-Fan: Nayib Bukele (Bild: Reuters)

Mehr als ein halbes Jahr nach der weltweit erstmaligen Einführung von Bitcoin als gesetzlichem Zahlungsmittel fällt die Bilanz in El Salvador bislang gemischt aus. Der Tourismus ist im Aufschwung: Über Ostern seien viele Hotels in dem mittelamerikanischen Land ausgebucht, sagte Tourismusministerin Morena Valdez am 14. April 2022 im TV-Sender TCS.

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Seit der Einführung der Digitalwährung am 7. September 2021 habe der Tourismus um 30 Prozent zugenommen, teilte sie zehn Tage zuvor mit. An Bitcoin interessierte Touristen blieben zudem länger und gäben mehr Geld aus. Auch gebe es großes Interesse an Investitionen aus dem Ausland.

Die für März 2022 geplante Ausgabe einer zehnjährigen Bitcoin-Anleihe in Höhe von einer Milliarde US-Dollar blieb bisher allerdings aus - laut Finanzminister Alejandro Zelaya wird der richtige Moment abgewartet. Die Anleihe soll nach Plänen von Präsident Nayib Bukele unter anderem den Bau einer Bitcoin-Stadt am Fuße des Conchagua-Vulkans finanzieren. Die Energie für das Schürfen der Kryptowährung soll ein Geothermiekraftwerk an dem Vulkan liefern.

El Salvadors Bitcoin-Gesetz trat am 7. September 2021 in Kraft. Ihm zufolge muss jeder Händler, der technisch dazu in der Lage ist, die Kryptowährung annehmen. Auch Steuern können in Bitcoin bezahlt werden. Zudem wurde die digitale Geldbörse Chivo eingeführt - wer sie herunterlud, bekam ein Startguthaben im Wert von 30 US-Dollar (knapp 28 Euro). Zudem wurden rund 200 Chivo-Geldautomaten aufgestellt. Das Chivo-System leidet nach Medienberichten allerdings unter Pannen.

Manche Salvadorianer kennen Bitcoin nicht

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Auch an der Annahme der neuen Währung in der Bevölkerung hapert es. In einer im Dezember 2021 durchgeführten Umfrage der Universität UCA gaben insgesamt 70,1 Prozent der knapp 1.300 Teilnehmer an, wenig oder kein Vertrauen in Bitcoin zu haben. Mehr als ein Fünftel wusste nach eigenen Angaben nicht, was Bitcoin ist. Etwa 70 Prozent der Einwohner El Salvadors, wo seit 2001 der US-Dollar statt einer eigenen Währung als Zahlungsmittel genutzt wird, haben laut Regierung kein Bankkonto.

Die Industrie- und Handelskammer befragte im Januar 2022 die kleinen und mittleren Unternehmen des Landes. Von ihnen gaben fast 92 Prozent an, die Bitcoin-Einführung habe keine Auswirkungen auf ihr Geschäft. 86 Prozent nutzten demnach das Zahlungsmittel nicht.

Der Internationale Währungsfonds (IWF), mit dem El Salvador um ein Kreditpaket in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar verhandelt, forderte das Land im Januar 2022 auf, Bitcoin wegen zu großer finanzieller Risiken den Status als gesetzliches Zahlungsmittel wieder zu entziehen. Die Kryptowährung ist heftigen Kursschwankungen unterworfen.

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LoopBack 21. Apr 2022

Warum hast du noch Euro-Geld? Wenn du all dein Euro-Geld in Coins umwandeln würdest...

dummzeuch 20. Apr 2022

Ja, das habe ich mir auch gedacht, aber komischerweise wurde in der Werbung nicht...

NativesAlter 19. Apr 2022

ACK, aber mir fällt gerade auf, ich hab' beim Schreiben der Antwort wohl vor lauter Wald...

NeuerManuel 19. Apr 2022

Ok. Nichts anderes erwartet. Cryptobro eben. Viel Text, wenig Inhalt, viel Ideologie...



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