Kryptobörse: Versehentlich Bitcoin für 37 Milliarden Euro überwiesen
Durch einen internen Eingabefehler hat die südkoreanische Kryptobörse Bithumb am 6. Februar 2026 versehentlich Bitcoin im Gegenwert von umgerechnet rund 37 Milliarden Euro an einige ihrer Nutzer ausgezahlt.
Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap News Agency(öffnet im neuen Fenster) berichtet, sollte die Überweisung im Rahmen einer Online-Promotion ursprünglich mit etwa 2.000 Won (rund 1,40 Euro) pro Teilnehmer durchgeführt werden. Bei der Abwicklung sei diese Zahl jedoch fälschlich als 2.000 Bitcoin interpretiert worden. Der Fehler wurde erst bemerkt, nachdem die Gutschriften bereits erfolgt waren.
Der arme Angestellte!
Bithumb reagierte nach eigenen Angaben innerhalb kurzer Zeit, stoppte betroffene Konten und schränkte den Handel sowie die Auszahlungen ein. Laut dem Unternehmen konnten mehr als 99 Prozent der irrtümlich überwiesenen Bitcoins wieder eingesammelt werden. Was mit dem mutmaßlich immer noch wertvollen Rest passiert ist, ist momentan nicht bekannt.
Ein externer Angriff oder eine Sicherheitslücke habe nicht vorgelegen, vielmehr handle es sich um einen menschlichen Bedienungsfehler.
Der Vorfall hatte spürbare Marktfolgen. Auf der Plattform fiel der Bitcoin-Preis zeitweise deutlich unter das internationale Niveau, da einzelne Nutzer versuchten, die unerwarteten Guthaben schnell zu verkaufen. Die Kurse stabilisierten sich erst nach dem Eingreifen der Börse.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) prüfen südkoreanische Finanzaufseher den Vorfall, sie sehen darin ein Beispiel für operative Risiken im Kryptohandel. Eine genauere Kontrolle der internen Mechanismen bei Handelsplattformen gilt als wahrscheinlich.
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