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Kryptobörse: Binance-Mitarbeiter bei Insiderhandel mit Memecoin ertappt

Der Mitarbeiter soll seine Position bei Binance missbraucht haben, um einen eigenen Krypto -Token zu bewerben. Millionenbeträge sind geflossen.
/ Marc Stöckel
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Ein Binance-Mitarbeiter soll sich durch seine Position bereichert haben. (Bild: pixabay.com / Ralphs_Fotos)
Ein Binance-Mitarbeiter soll sich durch seine Position bereichert haben. Bild: pixabay.com / Ralphs_Fotos

Bei Binance, einer der bekanntesten und nach täglichem Handelsvolumen größten Kryptobörsen der Welt, wurde ein Mitarbeiter dabei erwischt, seine Position ausgenutzt zu haben, um sich persönlich zu bereichern. Binance bestätigt den Vorfall in einem X-Beitrag(öffnet im neuen Fenster) und versichert darin, den Tatverdächtigen bereits suspendiert zu haben. Weitere Disziplinarmaßnahmen stehen den Angaben zufolge noch aus.

Dem Mitarbeiter wird vorgeworfen, Insiderinformationen missbraucht zu haben, um über offizielle Social-Media-Konten von Binance einen eigenen Krypto-Token zu bewerben, den er kurz zuvor selber veröffentlicht hatte.

Der Token soll am 7. Dezember um 06:29 Uhr deutscher Zeit auf der Blockchain erstellt worden sein. Nur eine Minute später soll der Mitarbeiter seinen Zugriff auf das mehr als 500.000 Follower aufweisende X-Konto von Binance Futures(öffnet im neuen Fenster) missbraucht haben, um darüber einen eigenen Beitrag mit Text und Bildern zu veröffentlichen und so potenzielle Käufer auf seinen neuen Token aufmerksam zu machen.

Das Jahr der gelben Frucht

Zum Namen des beworbenen Krypto-Tokens äußert sich Binance in seiner Mitteilung nicht. Einem Bericht von The Block(öffnet im neuen Fenster) zufolge scheint es sich aber um einen Memecoin mit der Bezeichnung "Year of the yellow fruit" gehandelt zu haben. Das bisherige Handelsvolumen dieser Kryptowährung liegt den Angaben nach bei 13 Millionen US-Dollar, die Anzahl der aktuellen Besitzer bei über 3.600.

Binance versichert, sofort die zuständigen Behörden über den Vorfall informiert zu haben und aktiv mit diesen zu kooperieren. Auch werde das Unternehmen juristische Schritte gegen den Insider einleiten. Die Kryptowährungsbörse toleriere ein derartiges Fehlverhalten in keiner Weise und habe sich gegenüber seinen Nutzern zur Transparenz, Fairness und Integrität verpflichtet, betont die Börse auf X.

Daher werde Binance unter anderem seine internen Kontrollen und Richtlinien optimieren, damit sich vergleichbare Vorfälle nicht wiederholten. Gleiches hatte die Kryptobörse allerdings schon nach einem anderen Fall von Insiderhandel im März verkündet(öffnet im neuen Fenster) .

Ein paar Whistleblower, die den jüngsten Vorfall per E-Mail an Binance gemeldet hatten, dürfen sich immerhin über eine Prämie freuen. Den Angaben zufolge sollen die ersten fünf Einreichungen mit jeweils 20.000 US-Dollar belohnt werden.


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