Kryptowinter: Neue Entlassungswelle bei Coinbase und Crypto.com

Die beiden Kryptowährungsbörsen Crypto.com und Coinbase haben in dieser Woche erneut Stellen abgebaut. Bei Crypto.com sollen 20 Prozent der Belegschaft abgebaut werden(öffnet im neuen Fenster) . Coinbase kündigte an(öffnet im neuen Fenster) , 950 Angestellte entlassen zu wollen. Auch andere Unternehmen wie der NFT-Marktplatz Superrare(öffnet im neuen Fenster) oder Genesis(öffnet im neuen Fenster) haben in diesem Jahr die Zahl der Angestellten reduziert.
Mehrere Faktoren hätten bei der Entscheidung eine Rolle gespielt, schreibt Crypto.com-CEO Kris Marszalek. Obwohl sie "eine starke Bilanz aufweisen, mussten wir mit anhaltendem wirtschaftlichem Gegenwind und unvorhersehbaren Branchenereignissen fertig werden. Der Stellenabbau im letzten Juli hat uns positioniert, um dem makroökonomischen Abschwung zu widerstehen, aber sie haben den jüngsten Zusammenbruch von FTX nicht berücksichtigt, der das Vertrauen in die Branche erheblich beschädigt hat" , so Marszalek. Die zweitgrößte Kryptowährungsbörse FTX meldete im November 2022 Insolvenz an , ihr Gründer Sam Bankman-Fried steht wegen Betrugsvorwürfen in den USA vor Gericht .
Auch Coinbase-CEO Brian Armstrong geht in seiner Mitteilung auf die FTX-Pleite ein, aber ohne das Unternehmen namentlich zu erwähnen. "Coinbase ist gut kapitalisiert, und Kryptowährungen werden nicht verschwinden" , schreibt er. Er glaube, "dass die jüngsten Ereignisse Coinbase letztendlich sehr zugutekommen werden (der Ausfall eines großen Konkurrenten, die sich abzeichnende regulatorische Klarheit usw.)" . Zusammen mit dem Personalabbau wolle Coinbase auch Projekte "mit geringerer Erfolgswahrscheinlichkeit" einstellen.
Anhaltender Kryptowinter trotz Erholung
Sowohl Crypto.com als auch Coinbase bauten bereits im Jahr 2022 in großem Ausmaß Stellen ab. Im Juni 2022 mussten zunächst 260 Angestellte des in Singapur gemeldeten Crypto.com gehen. Im August berichtete The Verge, dass es darüber hinaus weitere Entlassungen gegeben habe . Auch Coinbase entließ im Juni Hunderte Mitarbeiter , um Kosten zu sparen. 2022 fuhr Coinbase einen Milliardenverlust ein .
Im Mai 2022 brachen die Kurse für Kryptowährungen ein und im November 2022 erreichte die Leitwährung Bitcoin ihren tiefsten Stand seit zwei Jahren . Der Bitcoin-Kurs(öffnet im neuen Fenster) erholte sich und erreichte Anfang Januar erstmals seit November 2022 kurzzeitig wieder die Marke von 19.000 US-Dollar.



