Krypto-Verbot: Panikverkäufe von Krypto-Mining-Gerät im Kosovo

Schürfen von Kryptowährungen ist im Kosovo seit kurzem verboten. Miner versuchen, ihr Equipment oft zu Schleuderpreisen loszuwerden.

Artikel veröffentlicht am ,
Bitcoin auf der Flagge des Kosovo
Bitcoin auf der Flagge des Kosovo (Bild: Picasa/Bildbearbeitung: Andreas Donath)

Kosovaren versuchen, ihre Mining-Ausrüstung zu verkaufen - oft zu Spottpreisen. Das berichtet der britische Guardian unter Berufung auf zahlreiche Meldungen in einschlägigen Facebook- und Telegram-Gruppen. Weil das Schürfen von Kryptowährungen stromintensiv ist und der Kosovo in einer Stromkrise steckt, hat die Regierung verboten, auf ihrem Staatsgebiet die digitalen Geldeinheiten zu errechnen.

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Das Verbot zum Schürften ist vorübergehend und nicht auf Dauer angelegt und soll die Energiekrise des Landes mildern. Vermutlich haben aber einige Kosovaren, die sich als Miner beteiligten, die Geräte finanziert und müssen sie mangels Einnahmen nun schnellstmöglich verkaufen.

Die Universität Cambridge hat einen Bitcoin-Stromverbrauchsindex aufgestellt, der nahelegt, dass das weltweite Bitcoin-Mining 125,96 Terawattstunden (TWh) Strom pro Jahr verbraucht. Damit liegt der Verbrauch über dem von Norwegen (124,3 TWh), der Ukraine (124,5 TWh), Schweden (123,24 TWh) und den Vereinigten Arabischen Emiraten (122,4 TWh).

Nur zum Vergleich: Deutschland benötigt 500,35 TWh und liegt damit auf Platz 9 der Länder mit dem höchsten Stromverbrauch. China führt die Liste mit deutlichem Vorsprung mit 6.875 TWh an.

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Seit dem Schürfverbot im Kosovo sollen Polizei- und Zollbeamte mit regelmäßigen Razzien begonnen und Hunderte von Geräten beschlagnahmt haben, heißt es in dem Bericht des Guardian, der dafür keine expliziten Quellen nennt.

Andere Länder wie China und der Iran sind besorgt über die Produktion von Kryptowährungen und bestraften Krypto-Mining. 2021 verkündete der Iran ein viermonatiges Verbot, weil das Verfahren täglich mehr als zwei Gigawattstunden aus dem Netz bezog.

Anfang Juni 2021 verschärfte die chinesische Regierung ihre ablehnende Haltung gegenüber dem Kryptomarkt und untersagte den Handel mit digitalem Geld sowie dessen Herstellung weitgehend. Der hohe Stromverbrauch des Minings steht Chinas Verpflichtung im Weg, den landesweiten CO2-Ausstoß bis 2030 um 65 Prozent zu reduzieren. Zum anderen arbeitet das Land an einer eigenen und staatlich kontrollierten Kryptowährung, dem E-Yuan.

Die iranische Regierung stoppte 2021 das Erzeugen von Kryptowährungen für mehrere Monate. Sie macht die Krypto-Mining-Farmen mit für Stromausfälle verantwortlich.

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My1 21. Jan 2022

warum nimmt man nicht einfach miner statt das was vorher war kp was sah aber französisch aus.

KOTRET 21. Jan 2022

Vor 40 Jahren gab es weit weniger Jobs die auch in der Nacht ausgeführt wurden und daher...

My1 18. Jan 2022

wärmepumpe kann man ab ner gewissen Kälte aber auch streichen. und "am wenigsten...

icepear 18. Jan 2022

Ja. Wenn man wirklich den Pro Kopf Energie Verbrauch vergleichen möchte, müsste man...



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