Wer einen Prozessor vom Typ Ryzen Threadripper besitzt, kann sich mit Krypto-Mining ein bisschen was dazuverdienen: AMDs CPUs eignen sich gut, um Monero zu schürfen, selbst aktuelle Grafikkarten sind kaum effizienter und bis auf AMDs Vega 64/56 auch nicht schneller.
AMD hat in den vergangenen Tagen mehrere Redaktionen – darunter auch Golem.de – darauf aufmerksam gemacht, dass die Ryzen Threadripper für Krypto-Mining gut geeignet sind. Wir hatten aufgrund des Tests von Raven Ridge bisher keine Zeit, uns das Thema genauer anzuschauen, die Kollegen von Computerbase(öffnet im neuen Fenster) und PCGH(öffnet im neuen Fenster) hingegen schon. Das Resümee ist einstimmig: Für die Monero-Währung können sich die Threadripper-CPUs lohnen.
Viele Währungen wie Bitcoin oder Ethereum sind nur noch mit ASICs, also spezialisierten Chips, oder mit Grafikkarten effizient schürfbar. Bei Monero sieht das etwas anders aus. Hintergrund ist, dass die Kryptowährung auf den Crypto-Night-Algorithmus setzt, der sehr hohe Datentransfer-Raten des Videospeichers benötigt. Davon haben schnelle GPUs ziemlich viel; Prozessoren – selbst mit hochtaktendem Quadchannel-DDR4-Interface – aber relativ betrachtet nicht.
Monero muss aber nicht zwingend im Arbeits- oder Videospeicher laufen. Die Währung kann auch geschürft werden, wenn sich die Daten im Cache einer CPU befinden – diese Zwischenpuffer weisen eine hohe Bandbreite auf. Die beiden Threadripper, der 1950X und der 1920X , haben 16 sowie 12 Kerne und jeweils 32 MByte L3-Cache. Das ist mehr als genug. Zudem ist bei den zwei Chips genügend Rechenleistung durch die Anzahl an Threads gegeben.
Bild 1/46: Asus Prime X299 Deluxe, Asus X399 Zenith Extreme, MSI X370 Xpower Gaming Titanium, 16 GByte DDR4, Geforce GTX 1080 Ti FE; Windows 10 x64
Bild 2/46: Asus Prime X299 Deluxe, Asus X399 Zenith Extreme, MSI X370 Xpower Gaming Titanium, 16 GByte DDR4, Geforce GTX 1080 Ti FE; Windows 10 x64
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Bild 20/46: Seasonic 520W Fanless Platinum; Asus Prime X299 Deluxe, Asus X399 Zenith Extreme, MSI X370 Xpower Gaming Titanium, 16 GByte DDR4, GTX 1080 Ti FE; Win10 x64
Bild 21/46: Seasonic 520W Fanless Platinum; Asus Prime X299 Deluxe, Asus X399 Zenith Extreme, MSI X370 Xpower Gaming Titanium, 16 GByte DDR4, GTX 1080 Ti FE; Win10 x64
Bild 22/46: Seasonic 520W Fanless Platinum; Asus Prime X299 Deluxe, Asus X399 Zenith Extreme, MSI X370 Xpower Gaming Titanium, 16 GByte DDR4, GTX 1080 Ti FE; Win10 x64
Bild 23/46: Seasonic 520W Fanless Platinum; Asus Prime X299 Deluxe, Asus X399 Zenith Extreme, MSI X370 Xpower Gaming Titanium, 16 GByte DDR4, GTX 1080 Ti FE; Win10 x64
Bild 24/46: AMD liefert alle Threadripper in einer Box. (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 25/46: Mit einem Dreh wird die CPU herausgeholt. (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 26/46: Das Auge Saurons äh AMDs. (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 27/46: Bitte an der Lasche ziehen! (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 28/46: Threadripper 1950X und 1920X (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 29/46: AMD verlötet vier Dies, aber nur zwei aktive. (Foto: Roman 'der8auer' Hartung)
Bild 30/46: Zusammen liefern sie 64 PCIe-Gen3-Lanes und vier DDR4-Kanäle. (Bild: AMD)
Bild 31/46: Die Threadripper werden mit dem X399-Chipsatz kombiniert. (Bild: AMD)
Bild 32/46: AMD binnt die Chips für hohe Taktraten. (Bild: AMD)
Bild 33/46: Mit 4.096 Kontakten ist der Sockel TR4 riesig. (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 34/46: Für die CPU-Montage müssen drei Schrauben geöffnet werden. (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 35/46: Anschließend wird der Threadripper samt Rahmen eingeschoben. (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 36/46: Der Chip rastet unten ein. (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 37/46: Erst den Rahmen arretieren ... (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 38/46: ... und dann den Deckel festschrauben (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 39/46: Ryzen Threadripper 1950X (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 40/46: Lieferumfang von Threadripper (Bild: AMD)
Bild 41/46: Mit dem Retention Kit können AiO-WaKüs installiert werden. (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 42/46: Wir verwenden Asus' ROG Zenith Extreme. (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 43/46: Zugunsten der Spieleleistung können weniger Threads und niedrigere Latenzen genutzt werden. (Bild: AMD)
Bild 44/46: Der Creator- und der Game-Mode kombinieren je eine Option. (Bild: AMD)
Bild 45/46: Im Distributed-Mode werden alle Kanäle parallel angesprochen. (Bild: AMD)
Bild 46/46: Im Local-Mode nutzt die CPU erst die nahen Channels, was die Latenz verringert. (Bild: AMD)
Pro Thread werden bei Monero üblicherweise mindestens 2 MByte benötigt, auf einem Threadripper 1950X können daher 16 Threads laufen. Die Leistung liegt je nach verwendeter Miner-Version bei rund 1.150 bis 1.350 Hashes pro Sekunde. Das ist mehr als eine Geforce GTX 1080 Ti oder eine Radeon RX 580 schaffen, nur eine Radeon RX Vega 64 oder Vega 56 erreicht mehr Durchsatz. Alle anderen CPUs, inklusive Intels Core i9-7980XE , sind langsamer als ein Threadripper 1950X und fallen auch hinter den Threadripper 1920X zurück.
Mit etwa 15 Hashes pro Sekunde pro Watt ist ein System mit einem Threadripper 1950X überdies effizient. Wer bereits einen solchen Chip besitzt, der macht beim aktuellen Monero-Kurs abzüglich der Stromkosten ein kleines Plus. Sich einen Threadripper 1950X extra für Krypto-Mining zu kaufen, rechnet sich aber nicht, da es Monate dauert, alleine den Anschaffungspreis zu schürfen.