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Krypto-Mining: AMDs Threadripper schürft effizient Monero

Wer einen Prozessor vom Typ Ryzen Threadripper besitzt, kann sich mit Krypto-Mining ein bisschen was dazuverdienen: AMDs CPUs eignen sich gut, um Monero zu schürfen, selbst aktuelle Grafikkarten sind kaum effizienter und bis auf AMDs Vega 64/56 auch nicht schneller.
/ Marc Sauter
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Threadripper (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Threadripper Bild: Marc Sauter/Golem.de

AMD hat in den vergangenen Tagen mehrere Redaktionen – darunter auch Golem.de – darauf aufmerksam gemacht, dass die Ryzen Threadripper für Krypto-Mining gut geeignet sind. Wir hatten aufgrund des Tests von Raven Ridge bisher keine Zeit, uns das Thema genauer anzuschauen, die Kollegen von Computerbase(öffnet im neuen Fenster) und PCGH(öffnet im neuen Fenster) hingegen schon. Das Resümee ist einstimmig: Für die Monero-Währung können sich die Threadripper-CPUs lohnen.

Wie ein Zen-Chip von AMD entsteht
Wie ein Zen-Chip von AMD entsteht (02:34)

Viele Währungen wie Bitcoin oder Ethereum sind nur noch mit ASICs, also spezialisierten Chips, oder mit Grafikkarten effizient schürfbar. Bei Monero sieht das etwas anders aus. Hintergrund ist, dass die Kryptowährung auf den Crypto-Night-Algorithmus setzt, der sehr hohe Datentransfer-Raten des Videospeichers benötigt. Davon haben schnelle GPUs ziemlich viel; Prozessoren – selbst mit hochtaktendem Quadchannel-DDR4-Interface – aber relativ betrachtet nicht.

Monero muss aber nicht zwingend im Arbeits- oder Videospeicher laufen. Die Währung kann auch geschürft werden, wenn sich die Daten im Cache einer CPU befinden – diese Zwischenpuffer weisen eine hohe Bandbreite auf. Die beiden Threadripper, der 1950X und der 1920X , haben 16 sowie 12 Kerne und jeweils 32 MByte L3-Cache. Das ist mehr als genug. Zudem ist bei den zwei Chips genügend Rechenleistung durch die Anzahl an Threads gegeben.

Pro Thread werden bei Monero üblicherweise mindestens 2 MByte benötigt, auf einem Threadripper 1950X können daher 16 Threads laufen. Die Leistung liegt je nach verwendeter Miner-Version bei rund 1.150 bis 1.350 Hashes pro Sekunde. Das ist mehr als eine Geforce GTX 1080 Ti oder eine Radeon RX 580 schaffen, nur eine Radeon RX Vega 64 oder Vega 56 erreicht mehr Durchsatz. Alle anderen CPUs, inklusive Intels Core i9-7980XE , sind langsamer als ein Threadripper 1950X und fallen auch hinter den Threadripper 1920X zurück.

Mit etwa 15 Hashes pro Sekunde pro Watt ist ein System mit einem Threadripper 1950X überdies effizient. Wer bereits einen solchen Chip besitzt, der macht beim aktuellen Monero-Kurs abzüglich der Stromkosten ein kleines Plus. Sich einen Threadripper 1950X extra für Krypto-Mining zu kaufen, rechnet sich aber nicht, da es Monate dauert, alleine den Anschaffungspreis zu schürfen.


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