Der Crash hat Existenzen zerstört

Nach dem Kurseinbruch im Mai 2022 sind 40 Prozent der Bitcoin-Anleger erst einmal unter Wasser, wie es im Börsenjargon heißt, sitzen also auf Kryptowährungsbeständen, die weniger wert sind, als sie beim Kauf gekostet haben. "Sämtliche Anleger der letzten anderthalb Jahre sind aktuell mit ihrer Position im Minus", schätzt Lübeck.

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Der Fear and Greed Index erfasst die Stimmung der Märkte und ob sie von Vorsicht und Angst oder Gier nach höheren Gewinnen und steigenden Kursen geprägt ist. Momentan herrscht demzufolge "extreme Angst". "Das ist ein psychologisches Spiel", glaubt Lübeck. Noch im April gab es eine Phase der Gier, angetrieben von dem nicht lange zurückliegenden Allzeithoch sowie den verlockend niedrigeren Kursen zum Einkauf.

Laut einer Umfrage unter Kryptowährungsanlegern haben 55 Prozent erst im Laufe des Jahres 2021 mit dem Handel begonnen, berichtet Bloomberg. Im November 2021 erreichten Kryptowährungen neue Höchstwerte und ließen die Investition in sie umso verlockender wirken. Der Bitcoin-Kurs war Ende 2021 ein Bullenmarkt und ließ manche Analysten bereits von Kursen von 250.000 oder 500.000 US-Dollar träumen.

Der folgende Crash hat vor allem private Anleger hart getroffen. Im Subreddit der völlig untergegangenen Kryptowährung Terra sprechen manche Mitglieder von Suizidgedanken, weil sie ihr gesamtes Erspartes verloren haben. Auf Twitter wurden unter den Hashtags der Kryptowährungen Links zu Hilfsangeboten geteilt. Besonders in Südkorea stehen Kleinanleger vor dem finanziellen Ruin.

Stablecoins in der Krise

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Solche dramatischen Berichte kommen im Mai 2022 vor allem von Anlegern von Terra, einem sogenannten Stablecoin. Diese besondere Art von Kryptowährungen setzt, wie der Name schon verrät, auf einen stabilen Kurs. Während starke Kursschwankungen zu den meisten Kryptowährungen dazugehören, orientieren sich Stablecoins am US-Dollar.

Stablecoins wie USD Coin oder Tether konnten diesen Wert auch durch die Krise in etwa halten oder sich zumindest halbwegs schnell wieder stabilisieren. Terra hingegen verlor 99 Prozent seines Wertes, bevor der Betreiber seine Blockchain und damit den Handel anhielt. Das vermeintlich stabile System aus zwei Kryptowährungen, Terra und Luna, konnte den Panikverkäufen nicht standhalten.

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Ausgerechnet ein Stablecoin wurde so zur instabilsten Kryptowährung. Dieses Desaster kann noch größere Folgen für das ganze Ökosystem haben: In Südkorea, wo besonders viele Kleinanleger betroffen sind, wird bereits über eine stärkere Regulierung des Marktes nachgedacht. Auch eine Sammelklage gegen Terra-Mitgründer Do Kwon wird bereits angestrebt - von einer Gruppe aus 1.700 Betroffenen.

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 Krypto-Krise: Das steckt hinter dem jüngsten Bitcoin-CrashAus dem Keller ins eigene Kohlekraftwerk 
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Lachser 04. Jun 2022 / Themenstart

Kommt ev. auf das Land an. In der Schweiz miüssen Anlagen, die nicht rein für den...

JanZmus 03. Jun 2022 / Themenstart

Die Inflation in Deutschland lag VOR dem Krieg bei 5.1%, wo kam das bitte her? Ich habe...

MakiMotora 01. Jun 2022 / Themenstart

Trust of Authority... guter Witz. Den muss ich unbedingt meinem kurdischen Bekannten...

countzero 01. Jun 2022 / Themenstart

Das kommt drauf an, welche Zeiträume man anschaut. Der Rubel ist zu Beginn des Kriegs...

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