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Kroah-Hartman: Linux 3.18 wandert von der Kernel-Community zu Android

Eigentlich sollte die Pflege für Linux 3.18 längst enden. Weil immer noch sehr viele Android-Geräte den mehr als vier Jahre alten Kernel verwenden, wird diese Version jedoch im Android-Repository weiter gepflegt.

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Die Kernel-Updates für Linux 3.18 kommen künftig aus dem Android-Zweig.
Die Kernel-Updates für Linux 3.18 kommen künftig aus dem Android-Zweig. (Bild: RV Navigator, flickr.com/CC-BY 2.0)

Linux-Entwickler und Kernel-Maintainer Greg Kroah-Hartman hat mit Version 3.18.140 die vorerst letzte Update-Version dieses Zweiges des Linux-Kernels veröffentlicht. Über die offizielle Linux-Community-Webseite Kernel.org werden also keine neuen Veröffentlichungen von Linux 3.18 mehr bereitgestellt und die Version hat offiziell ihre Lebensende erreicht. Kroah-Hartman will die Pflege der Ankündigung zufolge aber über die Android-Zweige von Google weiterführen.

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Linux 3.18 erschien erstmals im Dezember 2014 und bot vor allem Neuerungen am Netzwerkstack. Kroah-Hartman wollte die Pflege dieses Langzeitkernels eigentlich schon im üblichen Turnus von etwa zwei Jahren im Februar 2017 einstellen. Da Kroah-Hartman - wie viele andere Nutzer auch - zu dem Zeitpunkt aber ein Android-Gerät mit Linux 3.18 verwendete, wurde die Pflege im Sinne dieser Nutzer doch noch fortgesetzt.

Patches künftig im Android-Zweig

Die meisten Android-Geräte bekommen im Laufe ihres Supportzeitraums üblicherweise keine Kernel-Upgrades. Das liegt unter anderem an Lizenzvereinbarungen zwischen SoC-Produzenten und den Geräte-Herstellern. Darüber hinaus arbeiten die SoC-Produzenten nur sporadisch mit der Kernel-Community zusammen und pflegen teils externe und auch proprietäre Treiber, was ein Upgrade technisch deutlich erschwert.

Als Google etwa im Oktober 2016 seine Pixel-Smartphone-Reihe vorstellte, nutzten diese den damals schon alten Kernel 3.18. Und schon zu dem Zeitpunkt war klar, dass Google dies anders und vor allem besser hätte lösen können, wie Golem.de in einer Analyse beschrieb. Google selbst will offiziell noch bis Oktober 2019, also drei Jahre nach dem Marktstart der Geräte, Sicherheitsupdates für diese Pixel-Smartphones veröffentlichen.

Eventuell neue Kernel-Patches für Linux 3.18 finden sich künftig also im Google-Repository für Android. Neue Versionsupdates soll es laut Kroah-Hartman jedoch nicht geben. Es werden stattdessen schlicht Patches in dem Zweig gesammelt, sodass Hersteller ihre Zweige entsprechend aktualisieren können. Wie lange der Maintainer die Pflege dort aufrechterhalten wird, ist noch nicht klar. Er fordert Nutzer aber dazu auf, sich bei ihm zu melden und Details dafür zu besprechen.

Android-Geräte, die mit Android 8 alias Oreo erstmals in den Markt gelangen, müssen mindestens Linux 4.4 verwenden, für Geräte mit Android 9 alias Pie gilt Linux 4.9 als Mindestvoraussetzung. Beide Kernel-Versionen sollen offiziell sechs Jahre lang Updates durch die Community erhalten.



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