Abo
  • Services:
Anzeige
Es gibt eine weitere Sicherheitslücke in Bugzilla.
Es gibt eine weitere Sicherheitslücke in Bugzilla. (Bild: Mozilla)

Kritische Sicherheitslücke: Bug in Bugzilla

Es gibt eine weitere Sicherheitslücke in Bugzilla.
Es gibt eine weitere Sicherheitslücke in Bugzilla. (Bild: Mozilla)

Die Bugverwaltung von Firefox gibt schon zum zweiten Mal im September vertrauliche Daten preis - doch diesmal sind auch andere Projekte betroffen. Ein Patch steht bereit.

Anzeige

Die beliebte quelloffene Bugtracker-Software Bugzilla hat eine kritische Sicherheitslücke. Betroffen sind alle Bugzilla-Installationen ab Version 2, die eine E-Mail-basierte Rechteverwaltung nutzen und nicht auf Version 5.0.1, 4.4.10 oder 4.2.15 gepatcht sind. Netanel Rubin von der Sicherheitsfirma Perimeterx empfiehlt, betroffene Systeme abzuschalten, bis sie gepatcht sind. Bugzilla ist der offizielle Bugtracker von Firefox, wird aber auch von vielen anderen Unternehmen zur Verwaltung entdeckter Sicherheitslücken eingesetzt.

Die Schwachstelle in Bugzilla nutzt einen Designfehler in der E-Mail-basierten Rechteverwaltung von Bugzilla aus. Nutzer melden sich bei dem Dienst mit ihrer E-Mail-Adresse an und bekommen dann vom System einen Bestätigungslink mit einem Token zugeschickt, mit dem sie ihren Zugang bestätigen können. Die E-Mail-Adresse des Nutzers wird in der Bugzilla-Datenbank im Feld Eventdata gespeichert. Die Variable ist vom Typ Tinytext und in MySQL in der Länge auf 255 Bytes beschränkt.

Angreiferadresse wird einfach abgeschnitten

Ist der eingegebene String länger als 255 Zeichen, gibt die Datenbank keinen Fehler aus, sondern schneidet alle weiteren Zeichen ab (Trunkierung). Diese Trunkierung kann von Angreifern ausgenutzt werden, indem diese eine beliebige E-Mail-Adresse erstellen, die länger ist als 255 Zeichen und vorgeblich von einer sicheren Domain stammt. Im Falle des offiziellen Mozilla-Bugtrackers könnte sie folgendes Format haben: "aaa[...]aaa@mozilla.com.attackerdomain.com". Die E-Mail-Adresse ist dabei genau 255 Zeichen lang - plus die Zeichen der Angreiferdomain. Die überstehenden Zeichen werden in der Datenbank abgeschnitten, nicht jedoch bei der Aktivierungs-E-Mail.

Das System schickt in diesem Fall eine korrekte E-Mail mit Aktivierungstoken an die Angreiferadresse, erscheint in der Accountverwaltung von Bugzilla aber als legitime Adresse der vorgeblichen Domain. Mit diesem Mittel gelang es Perimeterx, einen privilegierten Zugang zu erhalten, mit dem auch als vertraulich eingestufte, sicherheitskritische Bugs eingesehen werden konnten.

Der vorgestellte Angriff ist schon die zweite veröffentlichte Sicherheitslücke in der Firefox-Bugverwaltung im September. In dem ersten Fall hatte ein Angreifer mit Hilfe eines gehackten Accounts über mindestens ein Jahr lang Zugriff auf 185 nichtöffentliche Fehlerberichte des Browsers. Darunter waren nach Angaben von Mozilla auch 53 kritische Sicherheitslücken.


eye home zur Startseite
EifX 20. Sep 2015

Hab ich doch! Anscheinend verstehen wir den Artikel wohl nur anders... Wenn ich das...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Daimler AG, Immendingen
  2. THOMAS SABO GmbH & Co. KG, Lauf
  3. KPMG IT Service GmbH, Berlin
  4. Daimler AG, Böblingen


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 24,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 74,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Firefox

    Mozilla verärgert Nutzer mit ungefragter Addon-Installation

  2. Knights Mill

    Intel hat drei Xeon Phi für Deep Learning

  3. Windows 10

    Kritische Lücke in vorinstalliertem Passwortmanager

  4. Kaufberatung

    Die richtige CPU und Grafikkarte

  5. Bandai Namco

    Black Clover und andere Anime-Neuheiten

  6. Panono

    Crowdfunder können Kamera zu Produktionskosten kaufen

  7. Elon Musk

    The Boring Company baut einen Tunnel in Maryland

  8. Chinesischer Anbieter

    NIO will Elektro-SUV mit Wechsel-Akku anbieten

  9. Chipkarten-Hersteller

    Thales übernimmt Gemalto

  10. Porsche

    Betriebsratschef will E-Mails in der Freizeit löschen lassen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
LG 32UD99-W im Test: Monitor mit beeindruckendem Bild - trotz unausgereiftem HDR
LG 32UD99-W im Test
Monitor mit beeindruckendem Bild - trotz unausgereiftem HDR
  1. Android-Updates Krack-Patches für Android, aber nicht für Pixel-Telefone
  2. Check Point LGs smarter Staubsauger lässt sich heimlich fernsteuern

Vorratsdatenspeicherung: Die Groko funktioniert schon wieder
Vorratsdatenspeicherung
Die Groko funktioniert schon wieder
  1. Dieselgipfel Regierung fördert Elektrobusse mit 80 Prozent
  2. Gutachten Quote für E-Autos und Stop der Diesel-Subventionen gefordert
  3. Sackgasse EU-Industriekommissarin sieht Diesel am Ende

2-Minuten-Counter gegen Schwarzfahrer: Das sekundengenaue Handyticket ist möglich
2-Minuten-Counter gegen Schwarzfahrer
Das sekundengenaue Handyticket ist möglich

  1. Re: Wie wahnsinnig muss man sein um bei sowas auf...

    mhstar | 13:58

  2. Re: An die Experten: Macht ein Aufrüsten Sinn?

    quineloe | 13:58

  3. Re: Das neue Topmodel von nVidia ist nicht die...

    Micki | 13:57

  4. Re: Warum?

    kendon | 13:56

  5. Re: Irgendwie glaube ich der Telekom nicht.

    atikalz | 13:54


  1. 13:35

  2. 12:49

  3. 12:32

  4. 12:00

  5. 11:57

  6. 11:26

  7. 11:00

  8. 10:45


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel