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Kritische Milliardärs-Doku: Musk-Anwalt droht Filmemacher mit Klage

Insbesondere die Andeutung, Elon Musk habe die US-Präsidentschaftswahlen im Jahr 2024 beeinflusst, ist Gegenstand der Vorwürfe.
/ Mike Faust
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Der Filmemacher Alex Gibney verteidigt die Dokumenation über Musk als investigative journalistische Arbeit. (Bild: Andreas Rentz/Getty Images)
Der Filmemacher Alex Gibney verteidigt die Dokumenation über Musk als investigative journalistische Arbeit. Bild: Andreas Rentz/Getty Images

Alex Spiro, Anwalt von Elon Musk, hat ein juristisches Schreiben an die Produktionsfirma Jigsaw Productions geschickt, in welchem dem Regisseur Alex Gibney die Darstellung falscher Tatsachen vorgeworfen wird. Gibney hatte auf dem Filmfestival in Venedig eine 225 Minuten lange Dokumentation namens Musk vorgestellt, in der er den Werdegang von Elon Musk kritisch beleuchtet.

Wie die Zeitschrift Hollywood Reporter berichtet(öffnet im neuen Fenster), wird von Elon Musks Anwalt insbesondere die Andeutung, Musk habe mit seinen Starlink-Satelliten die Präsidentschaftswahl in den USA beeinflusst, als falsche Tatsachenbehauptung zurückgewiesen. Das Produktionsteam verteidigt das Projekt hingegen als investigative journalistische Arbeit, die durch die Meinungsfreiheit geschützt sei.

Während Musk dem Regisseur mangelnde Integrität vorwirft, betonen die Filmemacher die Notwendigkeit, mächtige Persönlichkeiten kritisch zu beleuchten. Trotz der juristischen Spannungen feierte die Dokumentation bei den Filmfestspielen von Venedig bereits erste Erfolge beim Publikum. Bei ihrer Premiere auf dem Filmfestival von Venedig wurde sie mit fünfminütigem Applaus und sehr positiven Kritiken aufgenommen.

Elon Musk wollte nicht an Dokumentation mitwirken

Obwohl Musk den Film offenbar selbst noch nicht gesehen hatte, reagierte er auf der Plattform X mit starker Kritik und bezeichnete das Werk unter anderem als langweiliges und mutloses Hit Piece (dt. Schmähwerk) ohne jegliche Integrität. Im Zentrum des Streits steht eine Andeutung im Film, die von Aussagen von Musks ehemaliger Partnerin Ashley St. Clair gestützt wird, laut der Musk seine Starlink-Satelliten genutzt haben könnte, um die US-Präsidentschaftswahl im Jahr 2024 zugunsten von Donald Trump zu beeinflussen.

Darüber hinaus wirft der Anwalt dem Produktionsteam vor, nicht an einer ergebnisoffenen Untersuchung interessiert gewesen zu sein und ordnungsgemäße Faktenchecks verweigert zu haben. Spiro erklärte, man habe vergeblich mehrfach versucht, Kontakt aufzunehmen sowie eigene Zeugen anzubieten, weshalb man sich nun förmliche rechtliche Schritte vorbehalte.

Die Produktionsfirma Jigsaw Productions reagierte mit einer Stellungnahme, in der sie Gibneys Ruf für furchtlosen und faktenbasierten Journalismus verteidigte. Sie berief sich auf das durch den ersten Verfassungszusatz der USA geschützte Recht, mächtige Persönlichkeiten öffentlich zu hinterfragen.

Dieses Recht sollte insbesondere von Musk anerkannt werden, der sich selbst als Absolutist der freien Meinungsäußerung bezeichne, so die Firma. Gibney hatte zuvor versucht, Musk direkt einzubinden. Da dieser ablehnte, ließ der Regisseur Musks tatsächliche Zitate im Film von einem animierten Avatar sprechen.


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