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Kritik an TÜV & Co: "Messgeräte nicht auf dem Stand der Technik"

Nach dem Abgasskandal um Volkswagen steht jetzt eine weitere deutsche Institution in der Kritik: Die Hauptuntersuchung durch TÜV, Dekra und Co. Angeblich entsprechen die Messgeräte nicht dem Stand der Technik.
/ Hauke Gierow
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Die Messgeräte bei TÜV, Dekra und Co sollen nicht dem Stand der Technik entsprechen. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)
Die Messgeräte bei TÜV, Dekra und Co sollen nicht dem Stand der Technik entsprechen. Bild: Sean Gallup/Getty Images

Der TÜV und andere Organisationen, die die Hauptuntersuchung bei Pkw durchführen, gelten als deutsche Institution schlechthin. Doch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) mit Sitz in Berlin bemängelt jetzt Fehler bei der Hauptuntersuchung aller Anbieter. Die eingesetzten Messgeräte würden nicht nach den "einschlägigen Anforderungen" und dem "Stand der Technik kalibriert" , schreibt der Spiegel(öffnet im neuen Fenster) . Außerdem seien die Arbeiten unzureichend dokumentiert worden. Aus diesen Gründen sei die Zuverlässigkeit der Hauptuntersuchung nicht mehr gewährleistet.

Die DAkkS kann den Untersuchungsstellen die Akkreditierung entziehen und hat den 17 betroffenen Institutionen offenbar schon einen entsprechenden Bescheid geschickt. Noch können die Organisationen aber Prüfungen abnehmen, weil die Länder den Prüfgesellschaften erst die Anerkennung entziehen müssten.

Aberkennung hätte weitreichende Folgen

Eine solche Maßnahme hätte weitreichende Auswirkungen: "Ein Widerruf der amtlichen Anerkennung für alle in Deutschland anerkannten Überwachungsorganisationen würde das System der Hauptuntersuchung in Deutschland zusammenbrechen lassen" , zitiert der Spiegel aus einem Protokoll einer Sitzung von Fachleuten und Ministerien aus Bund und Ländern.

Schon ausgegebene HU-Plaketten sollen nach Angaben des Spiegel ihre Gültigkeit behalten. Das Bundesverkehrsministerium wollte sich vom Spiegel jedoch nicht direkt zu der Frage zitieren lassen.

Die DAkkS übernimmt seit 2011 die Akkreditierung der Prüfstellen wie TÜV und Dekra. Sie wurde auf Grund von Vorgaben der EU von der Bundesregierung gegründet, ihre Aufgabe ist sogar in der Straßenverkehrszulassungsordnung festgeschrieben. Sie bezeichnet sich selbst als "Prüferin der Prüfer".

Die Prüforganisationen weisen die Vorwürfe zurück. Alle Messgeräte funktionierten einwandfrei. Die Vorwürfe entbehrten "jeglicher Grundlage" .


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