Kritik an EU: VDA fordert Ladesäulenquote für Elektroautos

Die Autoindustrie fordert EU-weite Ausbauverpflichtungen für die Infrastruktur. Die Grünen wollen die Kaufprämie für Elektroautos herunterfahren.

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Gerade in Städten ist das Angebot an Ladesäulen häufig noch knapp.
Gerade in Städten ist das Angebot an Ladesäulen häufig noch knapp. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Die deutsche Automobilindustrie fordert von der EU ein viel stärkeres Engagement beim Ausbau des Ladenetzes für Elektroautos. "Klimapolitik ist eine Herausforderung für ganz Europa. Das gilt auch für den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Wir brauchen einen Ladenetz-Plan für ganz Europa", sagte Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), dem Handelsblatt. Die EU-Kommission solle nicht nur über schärfere Ziele für die Industrie nachdenken, sondern auch darüber, wie diese Ziele erreicht werden können.

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Müller schlägt vor: Entsprechend der Zahl der verkauften Elektroautos müsse vorgegeben werden, wie viele neue Ladepunkte hinzukommen müssen. "Rechtlich sollte eine solche Ausbauverpflichtung genau wie bei den Klimazielen und Flottengrenzwerten möglich sein", sagte Müller. Sie machte jedoch keine Angaben, wer von der Ausbauverpflichtung betroffen sein sollte. Zuletzt hat der Bundestag ein Schnellladegesetz beschlossen, das den Aufbau von Schnellladestationen an 1.000 Standorten vorsieht.

Ähnlich wie Müller äußerte sich VW-Markenchef Ralf Brandstätter am Donnerstag in Zwickau. Die Elektroautos würden sehr stark nachgefragt. Wo es aber noch deutlich hapere, sei das Laden im öffentlichen Raum, sagte Brandstätter nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa. Bund, Länder und Kommunen müssten ihre Anstrengungen beim Ausbau der Ladeinfrastruktur deswegen deutlich verstärken.

Auch Grüne wollen mehr Ladesäulen

Die Politik habe auf diesem Feld wertvolle Zeit verloren, beklagte der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Cem Özdemir, in Zwickau. "Beim Pkw hat sich die Elektromobilität durchgesetzt", sagte der Grünen-Politiker. Nun müssten Politik und Wirtschaft dafür sorgen, dass die Ladeinfrastruktur für Elektroautos mindestens so bequem sei wie die für Verbrenner. Nach Ansicht Özdemirs sollte die Förderung für den Kauf von Elektroautos in den kommenden Jahren sinken. Sie müsse langsam und schrittweise heruntergefahren werden, erklärte er.

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Aus Sicht des VDA geht es auch beim Ausbau alternativer Energieformen nicht schnell genug voran. "Mehr Elektromobilität braucht mehr Ladestrom aus erneuerbaren Energien", sagte Müller dem Handelsblatt. Deutschland und Europa lägen beim Ausbau von Wind-, Solar- und Wasserkraft "aber schon jetzt hinter den selbst gesteckten Zielen". Die neuen Emissionsziele sollten deshalb nicht nur mit der Erweiterung des Ladenetzes, sondern auch mit dem Ausbau der erneuerbaren Energie verknüpft werden.

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p4m 04. Jun 2021

Genosse, die KPdSU ist stolz auf Sie. Glory to Matrioshka.

Kilpikonna 04. Jun 2021

Rechne doch mal das Verhältnis von Nutzlast zu Gewicht des Transportmittels für einen...

13ones 04. Jun 2021

In die teurere Richtung oder günstigere? Weil wenn teurer würden noch die Leute von...

Felixkruemel 04. Jun 2021

Problem ist, dass gerade in Städten viel zu wenig 22kW AC Ladestationen sind. Ich kenn...



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