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Krise: Zahl der offenen IT-Stellen sinkt um 31 Prozent

Weiter gefragt sind Software-Entwickler. Außerdem sollen insgesamt 86.000 IT-Stellen offen sein und die Suche dauert immer länger.
/ Achim Sawall
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Bewerberinnen für ein Stipendium bei HPI im Jahr 2018 (Bild: HPI)
Bewerberinnen für ein Stipendium bei HPI im Jahr 2018 Bild: HPI

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl offener Stellen für IT-Fachkräfte um 31 Prozent auf 86.000 zurückgegangen. Das gab der Branchenverband Bitkom am 16. Dezember 2020 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Im Durchschnitt dauere es sechs Monate, eine offene IT-Stelle zu besetzen, vor zwei Jahren waren es fünf Monate.

Fast die Hälfte der Unternehmen (47 Prozent) berichtet, dass IT-Jobs langsamer besetzt werden können als andere Positionen. Jedes zweite Unternehmen (52 Prozent) mit offenen IT-Stellen sucht Software-Entwickler oder -Architekten. Dahinter folgen IT-Anwendungsbetreuer beziehungsweise -Administratoren, die von jedem dritten Unternehmen (35 Prozent) gesucht werden. 8 Prozent der Unternehmen brauchen Data Scientists / Big-Data-Experten und 6 Prozent IT-Projektmanager oder IT-Projektkoordinatoren. 5 Prozent der Unternehmen mit offenen IT-Stellen möchten IT-Sicherheitsexperten einstellen, 3 Prozent IT-Service-Berater und 2 Prozent Ingenieure für Industrie 4.0 beziehungsweise Robotik.

Einfühlungsvermögen weniger gefragt

Zwingend für nahezu alle Unternehmen sind Zuverlässigkeit (97 Prozent) und Teamfähigkeit (95 Prozent) sowie analytisches Denken (88 Prozent). Knapp neun von zehn Unternehmen (87 Prozent) sehen Deutschkenntnisse als ein Muss an, acht von zehn (82 Prozent) allgemeine Kommunikationsfähigkeiten. Einfühlungsvermögen (21 Prozent) und interkulturelle Kompetenz (26 Prozent) werden eher selten als Voraussetzung für eine Einstellung gesehen.

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Die Bundesagentur für Arbeit sprach in ihrem Bericht "Blickpunkt Arbeitsmarkt IT-Fachleute" mit Stand April 2019 dagegen nur von rund 20.000 offenen Stellen für IT-Personal. Der MINT-Frühjahrsreport vom IW meldete zum selben Zeitpunkt gut 59.000 fehlende IT-Fachkräfte.

Grundlage der Angaben ist eine telefonische Umfrage von Bitkom Research unter 853 Geschäftsführern und Personalleitern von Unternehmen mit drei und mehr Beschäftigten. Die Umfrage ist nach den Angaben repräsentativ für die Gesamtwirtschaft in Deutschland.


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