Krise: 800 werden bei Globalfoundries in Dresden gefeuert
Bei Globalfoundries in Dresden sollen bis zu 800 Stellen abgebaut werden. Das berichtet die Sächsische Zeitung(öffnet im neuen Fenster) aus dem Unternehmen. Golem.de hat seit längerem vertrauliche Informationen aus der Belegschaft, dass in der Chipfabrik Massenentlassungen geplant seien. Es war von 1.300 Arbeitsplätzen die Rede. Die Personalkosten sollen um 20 Prozent gesenkt werden.
Globalfoundries ist im Besitz des staatlichen Investors Mubadala Development Company mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Fab 1 in Dresden stammt ursprünglich von AMD und wurde 2008 verkauft. In der Fab 1 gibt es 3.700 Beschäftigte. Geschäftsführer Rutger Wijburg hatte laut Sächsischer Zeitung bereits vor wenigen Wochen angekündigt, die verbleibenden 160 Leiharbeiter wegzuschicken. Nun laufen laut Informationen der Zeitung Verhandlungen mit dem Betriebsrat über Entlassungen.
Wijburg hatte dem Magazin Wirtschaft in Sachsen vor einigen Wochen erklärt, dem Unternehmen stünden zwei schwierige Jahre bevor, weil wichtige Kunden eine sinkende Nachfrage meldeten.
Neue Fertigungstechnik soll in Dresden bald starten
Die Entlassungen könnten die Chip-Produktion mehrerer Kunden beeinflussen: Globalfoundries fertigt unter anderem Prozessoren von AMD, Smartphone-Chips von Qualcomm sowie LTE-Modems von Intel. In der Fab 1 in Dresden selbst werden unter anderem AMDs Kaveri- und Kabini-Modelle sowie das System-on-a-Chip für Microsofts Spielekonsole Xbox One produziert.
Zuletzt investierte Globalfoundries eine Viertel Milliarde US-Dollar in die Fab 1 und kündigte den 22FDX-Prozess an. Das bald anlaufende 14FF-LPP-Verfahren ist vorerst nur für die Fab 8 in Malta, New York geplant.
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