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Kriminaltechnik: 3D-Scanner misst Tatort aus

Eine Polizeistation in New Mexico setzt einen 3D-Laserscanner ein, der ein detailliertes Bild eines Tatorts aufzeichnet und die Daten dann als begehbares Modell am Rechner darstellt. Ermittler können die Verbrechensstätte so virtuell betreten.
/ Andreas Donath
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3D-Aufnahme eines Unfalls (Bild: KRQE)
3D-Aufnahme eines Unfalls Bild: KRQE

Die Beschreibung erinnert an eine Szene aus der Fernsehserie CSI: Die Kriminaltechnik vermisst den Tatort eines Verbrechens oder eines Unfalls mit Hilfe von spezieller Kameratechnik, um ein dreidimensionales Abbild zu erhalten, das am PC aus beliebigen Winkeln betrachtet werden kann. Doch das ist keine Fiktion.

Mit einem Faro-3D-Scanner(öffnet im neuen Fenster) nimmt eine Polizeibehörde in Roswell im US-Bundesstaat New Mexico die Umgebung eines Tatorts auf. Dazu wird das Gerät an mehreren Messstellen auf einem Stativ platziert. Die Aufnahmen werden durch Referenzpunkte, die die Kriminaltechniker im Bild aufstellen müssen, zu einem 3D-Modell kombiniert, das sich aus jedem Winkel betrachten, zoomen und verkleinern lässt.

Der Laserscanner Focus3D von Faro erreiche je nach Modell eine Reichweite von 120 bis 330 Metern, beinhalte einen GPS-Empfänger und könne auch bei direktem Sonnenlicht arbeiten, schreibt der Hersteller. Eine Farbkamera sorge dafür, dass das Modell später mit Texturen versehen werden kann.

Nach Angaben des Lokalfernsehsenders KRQE kann eine Auflösung im Millimeterbereich erzielt werden, so dass die Ermittlungsbehörden, Richter und eine mögliche Jury ein sehr genaues Abbild erhalten können, das weit über das hinausgeht, was mit normalen Fotos möglich ist. Die Distanzfehler sollen bei plus/minus 2 mm liegen.

Die Technik kostete die Polizeibehörde nach Angaben der Fernsehstation rund 86.000 US-Dollar.


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