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Kriminalität: Zoll gelingt Schlag gegen Waffenhandel im Darknet

13 Schusswaffen und fast 1.400 Patronen konnte die Polizei bei einem illegalen Waffenhändler und seinen Kunden sicherstellen.
/ Moritz Tremmel , dpa
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Beschlagnahmte Waffe (Bild: ZFA Frankfurt am Main)
Beschlagnahmte Waffe Bild: ZFA Frankfurt am Main

Zollfahndern ist ein mutmaßlicher Waffenhändler ins Netz gegangen. Der 39 Jahre alte Mann aus Lübeck (Schleswig-Holstein) soll einem 65-Jährigen aus Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) und einem 40-Jährigen aus dem Landkreis Tirschenreuth (Bayern) über das sogenannte Darknet Waffen und Munition verkauft haben.

Die Fahnder hätten außerdem einen mutmaßlichen Munitionskäufer aus dem Landkreis Schaumburg (Niedersachsen) enttarnt, teilte das Zollfahndungsamt in Frankfurt am 24. Juni in einer Presseerklärung mit(öffnet im neuen Fenster) . Der Mann soll zudem selbst Schußwaffen angefertigt haben. Gegen ihn wurde ein Strafbefehl erlassen, die übrigen stehen noch aus.

13 Schusswaffen und fast 1.400 Patronen beschlagnahmt

In den Wohnungen der Verdächtigen fanden die Ermittler unter anderem13 Schusswaffen, 1.361 Patronen und verbotene Pyrotechnik. "Die Ermittlungserfolge verdeutlichen, dass das Darknet kein rechtsfreier Raum ist," sagte eine Sprecherin des Zollfahndungsamtes.

Auf die Spur der unerlaubten Waffen, Munition und Pyrotechnik seien die Polizeikräfte über die gehandelten Waffen im Darknet gekommen. Weitere Details zu der "komplexen Ermittlungsarbeit einer Ermittlungskommission" nennt das Zollfahndungsamt jedoch nicht. Die Kommission gehe jedoch bereits seit 2016 gezielt gegen den organisierten Handel und Schmuggel von illegalen Schusswaffen im Darknet vor.

"Erforderliche Genehmigungen für den Handel, die Herstellung und den Besitz von Waffen und Munition besaßen die tatverdächtigen Männer nicht," teilte die Polizei mit. Die Durchsuchungen fanden zwischen April 2018 und November 2020 statt, wurden aber erst jetzt öffentlich gemacht.


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