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Kriminalität: Viereinhalb Jahre Gefängnis für Suche nach Auftragskiller

Ein 28-Jähriger wurde für die Suche nach einem Auftragsmörder im Darknet verurteilt. Bei der Suche war er auf Betrüger hereingefallen.
/ Moritz Tremmel , dpa
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Zum Glücke ein Fake: Auftragsmörderin (Bild: Leo/Pixabay)
Zum Glücke ein Fake: Auftragsmörderin Bild: Leo/Pixabay

Ein 28-Jähriger, der im Darknet nach einem Auftragsmörder gesucht und einen Auftrag erteilt hatte, ist zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte habe sich der versuchten Anstiftung zum heimtückischen Mord schuldig gemacht, begründete das Berliner Landgericht am Donnerstag seine Entscheidung.

Umgebracht werden sollte der Lebensgefährte eines Mannes, in den sich der Angeklagte verliebt hatte. Der Angeklagte habe "alles in seiner Macht Stehende getan, um eine rasche Umsetzung seines Auftrags zu erreichen" , hieß es im Urteil. Er sei allerdings auf eine Betrugsseite hereingefallen.

Der 28-Jährige erteilte laut Ermittlungen im März dieses Jahres im Darknet einen Tötungsauftrag und bot für die Tat rund 22.000 Euro. Die Plattform, über die er einen Killer suchte, habe jedoch nur dazu gedient, betrügerisch Bitcoins zu erlangen.

Angeklagter hat gestanden

Der Angeklagte hatte gestanden und erklärt, er sei schockiert über sein damaliges Verhalten. Er sei froh, dass nichts passiert sei. Die Staatsanwältin hatte sechs Jahre Haft gefordert, die Verteidigerin plädierte auf drei bis vier Jahre Gefängnis. Der Vorsitzende Richter sagte, die relativ milde Strafe habe sich der Angeklagte durch sein Geständnis verdient. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Zu Prozessbeginn erklärte der Angeklagte, der zum Tatzeitpunkt in Dresden lebte, er habe sich wie wahnsinnig an die Vorstellung geklammert, dass alles besser würde, wenn der 34-jährige Nebenbuhler weg sei. Die Tat sollte wie ein Raub oder Unfall aussehen und auf keinen Fall den Mann verletzen, in den er verliebt war. Informationen wie Adresse und Foto des Opfers hatte der nun Verurteilte bereits geliefert.

Im vergangenen Jahr wurde auch eine 41-jährige Dresdnerin angeklagt, die ebenfalls einen Mörder im Darknet suchte und einen entsprechenden Auftrag erteilte. Ziel war die neue Freundin ihre Ex-Mannes.


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