Kriminalität: Streamer decken Twitch-Geldwäsche-Ring auf

Allein in der Türkei sollen 9,8 Millionen US-Dollar über Twitch gewaschen worden sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Logo von Twitch
Das Logo von Twitch (Bild: Twitch)

Eine Gruppe türkischer Livestreamer soll einen Geldwäsche-Ring auf Twitch aufgedeckt haben. Wie die Nachrichtenagentur Middle East Eye berichtet, stammen die Erkenntnisse aus dem Twitch-Leak. Dabei wurden nach einem Hack umfangreiche interne Daten und Quellcode von der Amazon-Tochter Twitch veröffentlicht. Es ist nicht der erste große Hack bei dem Livestreaming-Dienst.

Stellenmarkt
  1. Specialist Security Operations Center (m/w/d)
    ITERGO Informationstechnologie GmbH, Düsseldorf
  2. Product Owner Microsoft Dynamics NAV (m/f/d)
    Autodoc AG, Berlin, Moldawien, Ukraine, Polen, Tschechische Republik (Home-Office)
Detailsuche

Die Gruppe hatte sich die geleakten Twitch-Daten genauer angeschaut. Dabei ist ihnen aufgefallen, dass etliche Streamer, mit nur wenigen Followern im mittleren zweistelligen Bereich bis zu 1.800 US-Dollar am Tag verdienten. Die Zahlungen sollen von Kriminellen stammen, die mittels Twitchs Micropaymentsystem Cheering Geld gewaschen haben sollen.

Demnach handelten die Kriminellen Verträge mit den Streamern aus und kauften anschließend mit gestohlenen Kreditkartendaten über Cheering die Digitalwährung Bits. Danach ließen sie den Streamern größere Beträge in Bits zukommen. Die Streamer überwiesen 80 Prozent des erhaltenen Geldes auf verschiedene Bankkonten, die den Kriminellen gehörten. Die verbleibenden 20 Prozent behielten sie.

9,8 Millionen US-Dollar gewaschen - allein in der Türkei

Laut Berechnungen der türkischen Nachrichtenseite Haberler.com sollen auf diese Weise allein in den letzten zwei Jahren 9,8 Millionen US-Dollar von 2.400 türkischen Streamern gewaschen worden sein. Der Twitch-Streamer Grimnax, der zu der Gruppe gehört, die den Vorfall aufdeckten, veröffentlichte vergangenen Woche einen Chatverlauf mit einem Betrüger, der ihm entsprechende Zahlungen zur Geldwäsche angeboten hatte. Auch hier sollte der Streamer 20 Prozent der gezahlten Beträge behalten dürfen.

Golem Akademie
  1. Jira für Systemadministratoren: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    9.–10. Dezember 2021, virtuell
  2. AZ-104 Microsoft Azure Administrator: virtueller Vier-Tage-Workshop
    13.–16. Dezember 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

Twitch erklärte der Nachrichtenagentur, man sei gegen 150 Streamer in der Türkei wegen Missbrauch des Monetarisierungstools vorgegangen. "Wir möchten unserer Community versichern, dass wir nicht zögern werden, entschiedene Maßnahmen gegen Accounts zu ergreifen, die sich verbotener Verhaltensweisen schuldig gemacht haben."

Das Gebaren sei vielen Streamern schon seit Jahren bekannt, betonte Grimnax. Allerdings hätte man es bisher weder Twitch noch dessen Eigentümer Amazon oder der Öffentlichkeit beweisen können. "Ich möchte, dass die Menschen erkennen, wie groß dieser Betrug ist, nicht nur in der Türkei, sondern auch weltweit", erklärte er.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


trinkhorn 07. Nov 2021 / Themenstart

Ah, also geht es quasi nur ums umtauschen des Kreditkarten-geldes in Bits und von da aus...

jonasz 07. Nov 2021 / Themenstart

Wird nicht als Spende angesehen, sondern als Schenkung und eine Schenkung wird in den...

CraWler 05. Nov 2021 / Themenstart

Oder man machts wie die großen Konzerne und kauft für Betrag X irgendwelche Software...

Sharra 05. Nov 2021 / Themenstart

Betrug etc. wird doch jetzt in Scheuer gerechnet. 1 Scheuer sind 500 Mio Euro.

ElMario 04. Nov 2021 / Themenstart

Glückwunsch

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
MS Satoshi
Die abstruse Geschichte des Bitcoin-Kreuzfahrtschiffs

Kryptogeld-Enthusiasten kauften ein Kreuzfahrtschiff und wollten es zum schwimmenden Freiheitsparadies machen. Allerdings scheiterten sie an jeder einzelnen Stelle.
Von Elke Wittich

MS Satoshi: Die abstruse Geschichte des Bitcoin-Kreuzfahrtschiffs
Artikel
  1. Gigafactory Berlin: Tesla verzichtet für Akkufertigung auf staatliche Förderung
    Gigafactory Berlin
    Tesla verzichtet für Akkufertigung auf staatliche Förderung

    Tesla verzichtet für die geplante Akkufertigung in Grünheide bei Berlin auf eine mögliche staatliche Förderung in Milliardenhöhe.

  2. Microsoft: Xbox-Spieler in Halo Infinite von Crossplay genervt
    Microsoft
    Xbox-Spieler in Halo Infinite von Crossplay genervt

    Im Multiplayer von Halo Infinite gibt es offenbar immer mehr Cheater. Nun fordern Xbox-Spieler eine Option, um gemeinsame Partien mit PCs zu vermeiden.

  3. 50 Prozent bei IT-Weiterbildung sparen
     
    50 Prozent bei IT-Weiterbildung sparen

    Die Black Week 2021 in der Golem Karrierewelt läuft weiter: 50 Prozent bei zahlreichen Live-Workshops, Coachings und E-Learnings sparen - noch bis Montag!
    Sponsored Post von Golem Akademie

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Heute ist Black Friday • Corsair MP600 Pro XT 1TB 167,96€ • Apple Watch Series 6 ab 379€ • Boxsets (u. a. Game of Thrones Blu-ray 79,97€) • Samsung Galaxy S21 128GB 777€ • Premium-Laptops (u. a. Lenovo Ideapad 5 Pro 16" 829€) • MS Surface Pro7+ 888€ • Astro Gaming Headsets [Werbung]
    •  /