Kriminalität: Server von größtem Zugangsdaten-Handelsplatz beschlagnahmt

FBI und BKA ist ein Schlag gegen den größten Handelsplatz mit Zugangsdaten gelungen. Zuletzt wurden 80 Millionen Passwörter angeboten.

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Das Logo von Slilpp ist an die Serie Breaking Bad angelehnt.
Das Logo von Slilpp ist an die Serie Breaking Bad angelehnt. (Bild: Screenschot/Golem.de)

Die Server der größten Handelsplattform für Zugangsdaten Slilpp wurden in einer internationalen Polizeiaktion beschlagnahmt. Das teilte das US-Justizministerium mit. Neben dem FBI waren auch das Bundeskriminalamt (BKA) sowie die rumänische und niederländische Polizei an der Aktion beteiligt.

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Die Handelsplattform soll 2012 gegründet worden sein. Darüber sollen bis zur Abschaltung mehr als 80 Millionen gestohlene Zugangsdaten zu über 1.400 Diensten weltweit gehandelt worden sein, teilte das US-Justizministerium mit. Betroffen seien insbesondere Online-Zahlungsdienstleiter, aber auch Bank- und Mobiltelefonkonten sowie Händlerkonten.

Die Zugangsdaten seien von den Käufern für nicht autorisierte Transaktionen wie beispielsweise Überweisungen genutzt worden. Allein in den USA soll so ein Schaden über mindestens 200 Millionen US-Dollar entstanden sein, erklärt das US-Justizministerium. "Slilpp ist der größte Marktplatz für kompromittierte Konten, den es im kriminellen Untergrund je gegeben hat", sagte Vitali Kremez, CEO von Advanced Intelligence, dem Onlinemagazin Bleepingcomputer.

Server und Domains von Slilpp beschlagnahmt

Die Strafverfolgungsbehörden konnten eine Reihe von Servern identifizieren, "auf denen die Infrastruktur des Slilpp-Marktplatzes und die verschiedenen Domainnamen gehostet wurden", schreibt das US-Justizministerium. Server und Domainnamen seien nun im Rahmen eines nationalen und internationalen Gerichtsverfahrens beschlagnahmt worden. Die Webseite wurde durch ein Beschlagnahme-Banner ersetzt. Auch der Onion Service von Slilpp, der nur über das Tor-Netzwerk erreichbar ist, wurde stillgelegt.

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"Der Slilpp-Marktplatz soll den Opfern weltweit Verluste in Höhe von Hunderten von Millionen Dollar verursacht haben, unter anderem dadurch, dass er es den Käufern ermöglichte, die Identitäten amerikanischer Opfer zu stehlen", sagte der stellvertretende Generalstaatsanwalt Nicholas L. McQuaid von der Strafabteilung des Justizministeriums.

"Das Department wird eine Untergrundökonomie für gestohlene Identitäten nicht tolerieren, und wir werden weiterhin mit unseren Strafverfolgungspartnern weltweit zusammenarbeiten, um kriminelle Marktplätze zu stören, wo immer sie sich befinden", sagte McQuaid. Rund ein Dutzend Personen wurden im Zusammenhang mit dem Slilpp-Marktplatz angeklagt oder verhaftet.

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