Kriminalität: Postbank warnt vor Video-Ident-Betrug

Kriminelle nutzen das Video-Ident-Verfahren, um in fremdem Namen Bankkonten zu eröffnen. Opfer seien beispielsweise Job- und Wohnungssuchende, warnt die Postbank.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Postbank warnt vor Identitätsdiebstahl per Video-Ident.
Die Postbank warnt vor Identitätsdiebstahl per Video-Ident. (Bild: Ivan Radic/CC-BY 2.0)

Bankkonten lassen sich seit einiger Zeit komplett online einrichten. Die Identität wird über das Video-Ident-Verfahren festgestellt, bei welchem mittels einem Videoanruf Ausweis und Gesicht des Kunden überprüft werden. Das Verfahren nutzen auch Internetbetrüger aus, um mit einer fremden Identität Bankkonten zu eröffnen. Die Postbank hat deshalb eine Warnung veröffentlicht.

Stellenmarkt
  1. Informatiker*in, Informationstechniker*in, Elektrotechniker*in mit Masterabschluss o. ä. (w/m/d)
    DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Oberpfaffenhofen
  2. Embedded-Softwareentwickler*- in (w/m/d) Linux Kernel / Bootloader
    Guntermann & Drunck GmbH, Siegen
Detailsuche

"Auch Internetbetrüger nutzen das elektronische Verfahren zur Kontoeröffnung für sich aus", warnt auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin. Um ein Bankkonto online zu eröffnen, müssen Formulare im Internet ausgefüllt werden und die Identität per Video-Ident festgestellt werden. "Internetbetrüger bringen arglose Verbraucher unter falschem Vorwand dazu, die Videolegitimation durchzuführen und so ungewollt ein Konto zu eröffnen", heißt es von der Postbank.

Eine typische Masche seien gefälschte Stellenanzeigen. Diese gaukelten dem Interessenten eine Teilnahme an einem Online-Bewerbungsverfahren vor. Dabei werde von dem Bewerber verlangt, sich bei einer vermeintlichen Partnerbank des Unternehmens zu identifizieren. Dafür würden eine detaillierte Anleitung sowie Login- und Nutzerdaten zur Verfügung gestellt. "Während der Bewerber glaubt, seine Identität für den Bewerbungsprozess zu verifizieren, wird im Hintergrund heimlich in seinem Namen ein Konto eröffnet, für das die Betrüger dann die Nutzerdaten haben", erklärt die Postbank.

Der Betrug werde auch mit gefälschten Immobilienanzeigen betrieben, so die Postbank. Dabei geben sich die Kriminellen als Vermieter aus und täuschen vor, ein Kautionskonto eröffnen zu wollen. Der Interessent soll dafür seine Identität per Video-Ident bestätigen. Die so erstellten Konten verwendeten die Kriminellen anschließend zur Geldwäsche oder für Fake-Shops, erklärt die Postbank.

Golem Akademie
  1. CEH Certified Ethical Hacker v11
    8.-12. November 2021, online
  2. Netzwerktechnik Kompaktkurs
    8.-12. November 2021, online
  3. Penetration Testing Fundamentals
    17.-18. Januar 2022, online
Weitere IT-Trainings

Nutzer sollten daher zurückhaltend mit ihren persönlichen Daten umgehen. Zudem sei es sinnvoll, dem Video-Ident-Anbieter explizit zu erklären, aus welchem Grund die Videolegitimation durchgeführt werde. Die Anbieter müssten nämlich sicherstellen, dass die sich identifizierende Person durch ihren eigenen Willen das entsprechende Produkt beim Anbieter erwerbe, so die Postbank. "Klassische Nutzer des Video-Ident-Verfahrens sind Banken, Telekommunikationsanbieter und teilweise Versicherer. Ziel ist es, Kunden den Gang in die Filiale für den Vertragsabschluss zu ersparen."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


senf.dazu 15. Jan 2020

Davon abgesehen läuft die NFC Frickelei inkl. des "sicherern Displays zur Kontrolle der...

chartmix 15. Jan 2020

Das verstehe ich auch am allerwenigsten. Ich hatte mich informiert, dass es bei der Post...

User_x 15. Jan 2020

Bieten Nebenjob, in welchem wir verschiedene Webanbieter testen. Ihre Aufgabe ist es...

chefin 13. Jan 2020

Früher und Heute zahlst DU und sonst keiner den Schaden. Die Bank zahlt nichts, sie sorgt...

User_x 12. Jan 2020

Schon traurig, aber ja es ist irgendwie so wie er es sagt. Im besten Fall kommt dann ein...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Macbook Pro
Apple bestätigt High Power Mode für M1 Max

Käufer des Macbook Pro mit M1 Max können wohl in MacOS Monterey per Klick noch mehr Leistung aus dem Gerät herausholen.

Macbook Pro: Apple bestätigt High Power Mode für M1 Max
Artikel
  1. Bundesregierung: Autobahn App 2.0 im ersten Quartal 2022 geplant
    Bundesregierung
    Autobahn App 2.0 im ersten Quartal 2022 geplant

    Die Opposition kritisiert die massiven Kosten, Nutzer bewerten die App schlecht. Dennoch soll die Autobahn App nun erweitert werden.

  2. Klage: Google soll E-Privacy und Werbemarkt manipuliert haben
    Klage
    Google soll E-Privacy und Werbemarkt manipuliert haben

    Mehrere US-Bundesstaaten haben Klage gegen Google eingereicht. Das Unternehmen rühmt sich derweil, Regulierungen verlangsamt zu haben.

  3. Silence S04: Günstiges Elektroauto mit herausnehmbaren Akku vorgestellt
    Silence S04
    Günstiges Elektroauto mit herausnehmbaren Akku vorgestellt

    Beim Elektroauto Silence S04 kann der Nutzer den Akku selbst wechseln, wenn dieser leergefahren ist.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Saturn-Gutscheinheft mit Direktabzügen und Zugaben • Nur noch heute: Mehrwertsteuer-Aktion bei MediaMarkt • Roccat Suora 43,99€ • Razer Goliathus Extended Chroma Mercury ab 26,99€ • Seagate SSDs & HDDs günstiger • Alternate (u. a. ASUS ROG Strix Z590-A Gaming WIFI 258€) [Werbung]
    •  /