Kriminalität: Polizei warnt vor Onlinebanking-Betrügern

Die Polizeiinspektion Stralsund warnt aus aktuellem Anlass vor Internet-Bankbetrügern. Wie eine Polizeisprecherin am 15. Oktober in Stralsund sagte, häufen sich seit Ende September Fälle, bei denen Geld von Konten mehrerer Banken verschwand, ohne dass Inhaber das gleich mitbekamen. In einem der Fälle verschwanden in mehreren Schritten insgesamt 45.000 Euro.
Nach Polizeiangaben erhielten Kontoinhaber meist eine E-Mail. Dort werde erklärt, dass ihr "TAN-Verfahren abläuft" oder sie ihre Daten überprüfen und personalisieren müssten. "Über einen Link oder einen Button in der E-Mail gelangten die Betroffenen auf die scheinbar richtige Internetseite ihrer Bank. Hier registrierten sie sich mit den Zugangsdaten für ihren Onlinebanking-Account," schreibt die Polizei(öffnet im neuen Fenster) .
In einigen Fällen meldeten sich angebliche Bankberater, bei denen das Telefon die Durchwahlnummer der echten Beraterin auf dem Handy der Opfer anzeigte, um "zu helfen" . Später hätten die Geschädigten in der Regel eine vermeintliche SMS ihrer Bank erhalten, woraufhin sie sich erneut in ihrem Onlinebanking anmelden mussten.
Mehrfach vierstellige Beträge abgebucht
"Direkt im Anschluss an die Registrierungen über die versendeten Links und Buttons wurden teils mehrere Abbuchungen von den Konten der Geschädigten vorgenommen und auf verschiedene Konten ins Ausland überwiesen. Hierbei handelte es sich in der Regel um Geldbeträge in vierstelliger Höhe. Kurze Zeit später konnten die Geschädigten nicht mehr auf ihr Onlinebanking zugreifen," schreibt die Polizei. Banken verschickten grundsätzlich keine E-Mails, in denen Kunden aufgefordert werden, ihre Kontodaten einzugeben, hieß es.
Bisher seien Fälle von betroffenen Frauen und Männern im Alter von 41 bis 68 Jahren aus Franzburg, Prohn, Stralsund und Ribnitz-Damgarten (Vorpommern-Rügen) bekannt. Sie seien Kunden bei der Sparkasse und der Pommerschen Volksbank, teilte die Polizei mit.



