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Microsoft: Betrüger erbeuten 20.000 Euro von Rentnerin

Die Täter gaben sich als Microsoft-Mitarbeiter aus und erfragten die Daten für das Onlinebanking. Als die Betroffene von der Masche erfuhr, war das Geld schon weg.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Betrüger geben sich als Microsoft-Mitarbeiter aus, dabei wollen sie nur in den Rechner und an die Bankdaten.
Betrüger geben sich als Microsoft-Mitarbeiter aus, dabei wollen sie nur in den Rechner und an die Bankdaten. (Bild: Photo Mix/Pixabay)

Eine 72-jährige Frau ist in Paderborn Opfer von Telefonbetrügern geworden, die über das Onlinebanking der Rentnerin 20.000 Euro gestohlen haben. Wie die Polizei am 15. Januar mitteilte, hatten die Täter sich als Mitarbeiter von Microsoft ausgegeben.

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Die Anrufer behaupteten, es habe mehrere Hackerangriffe auf das Online-Konto der Frau gegeben. "Um weitere Angriffe zu unterbinden, bot der Anrufer seine Hilfe an. Er erhielt einen Fernzugriff auf den Laptop des Opfers und ließ sich die Kontodaten der Paderbornerin geben", so die Polizei. Dann sei das Gespräch abgebrochen. "Der Mann meldete sich kurz darauf noch mal und gab an, man arbeite an dem Problem", erklärt die Polizei.

Erst als Bekannte der Frau von dem Telefonat erfuhren, machten diese sie auf die bekannte Microsoft-Betrugsmasche aufmerksam. Die Frau habe unverzüglich bei der Bank angerufen, da sei es jedoch bereits zu spät gewesen, schreibt die Polizei. Die Rentnerin musste erfahren, dass mehrere Überweisungen auf fremde, teils ausländische Konten erfolgt waren. Um die 20.000 Euro erbeuteten die Täter so vom Konto des Opfers.

Fälle häufen sich

"Bei der Polizei meldeten sich in den letzten Tagen weitere Betroffene, die von angeblichen Microsoft-Mitarbeitern kontaktiert worden waren", so die Behörden in Paderborn: "Die vermeintlichen Opfer erkannten die Betrugsmasche rechtzeitig und legten auf."

Golem.de konnte die Vorgehensweise der Betrüger, die einen Fernzugriff der Betroffenen erfragen, bereits 2016 selbst miterleben - als Test in einer virtuellen Maschine. Einfache Batch-Scripts und für Unwissende kryptisch wirkende, eigentlich simple Kommandos wie "tree" sollen Nutzer von der Infizierung des Computers überzeugen.

Anschließend wird versucht, einen kostenpflichtigen angeblichen Supportvertrag abzuschließen, so dass Nutzer den Betrügern Geld überweisen. Gleichzeitig können sie den Rechner nach wichtigen Informationen durchsuchen - etwa Passwörter oder Zahlungsinformationen. Ein britischer Sicherheitsexperte hackte Betrüger, die ebenfalls die Microsoft-Masche verwendeten, kurzerhand und konnte auf deren Computer sowie die Videoüberwachungsanlage des Callcenters zugreifen und den Betrügern live bei der Arbeit zusehen.

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