Abo
  • Services:

Kriminalität: Bombendrohungen per Massenmail

In den USA, Kanada und Neuseeland empfangen Unternehmen und andere Organisationen per E-Mail versendete Bombendrohungen. Die Absender wollen damit offenbar Geld erpressen, Bomben wurden bisher aber keine gefunden.

Artikel veröffentlicht am ,
Bitcoin-Erpresser drohen per E-Mail massenhaft mit Bombenexplosion.
Bitcoin-Erpresser drohen per E-Mail massenhaft mit Bombenexplosion. (Bild: Pexels)

Krankenhäuser, Schulen, Firmensitze und öffentliche Einrichtungen wurden am 13. Dezember 2018 in den USA aus Vorsicht evakuiert. Grund dafür sind Bombendrohungen, die in großen Mengen in E-Mail-Postfächern englischsprachiger Organisationen landen.

Stellenmarkt
  1. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart

Wie Arstechnica berichtet, drohen die Absender des Massenmailings damit, eine Bombe in der Arbeitsstätte des Empfängers zur Explosion zu bringen, sollten bis zum Ende des Tages nicht 20.000 US-Dollar in Bitcoin an eine in der E-Mail genannte Bitcoin-Adresse gezahlt werden. Behördenangaben zufolge sind bislang aber vermutlich keine entsprechenden Zahlungen geleistet worden.

Vermutlich leere Drohung

Die US-Behörden gehen mehrheitlich davon aus, dass es sich bei den E-Mails um leere Drohungen handelt. So schrieb die New Yorker Polizei gestern Abend auf Twitter, aktuell sehe es so aus, als seien diese Drohungen lediglich dazu gedacht, Störungen hervorzurufen und Geld zu erpressen. "Wir werden auf jeden eingehenden Anruf bezüglich dieser E-Mails reagieren, aber wir können bereits mitteilen, dass die Glaubwürdigkeit dieser Drohungen als wahrscheinlich NICHT GLAUBWÜRDIG eingeschätzt werden kann."

Trotzdem rufen Polizeibehörden und politisch Verantwortliche die Bürger weiterhin dazu auf, sich mit empfangenen Bombendrohungen bei der Polizei zu melden.

Geschätzt mehr als 100.000 E-Mails empfangen

Eine der Expertinnen, die die E-Mails untersucht hat, sagte Arstechnica, sie schätze die Zahl der insgesamt versendeten Mails auf mehr als 100.000. Viele der E-Mails beinhalteten einmalige Bitcoin-Adressen und variierende Absendernamensowie im Text genannte Bombentypen. Dies lässt darauf schließen, dass sich die Täter einige Mühe für diese Art der Personalisierung gegeben haben.

Bislang scheinen die E-Mail-Drohungen nur auf Englisch zu zirkulieren. In Deutschland sind offenbar bisher keine Fälle bekannt geworden. "Die Thematik ist im BSI bekannt, ähnliche Vorfälle im deutschsprachigen Raum allerdings nicht", versichert das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik auf Nachfrage von Golem.de. Da es sich um eine "Androhungen von möglichen Straftaten im Zusammenhang mit Lösegelderpressung" handele, seien aber in erster Linie die Strafverfolgungsbehörden zuständig. Eine Einschätzung von Seiten des Bundeskriminalamtes stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels noch aus.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 32,99€ (erscheint am 15.02.)
  2. 4,99€
  3. 12,49€
  4. 2,99€

SchreibenderLeser 16. Dez 2018 / Themenstart

Kann ich ein Stück weit verstehen. Ist vielleicht Zeitgeist. In den 60ern waren die...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Nubia X - Hands on (CES 2019)

Das Nubia X hat nicht einen, sondern gleich zwei Bildschirme. Wie der Hersteller die Dual-Screen-Lösung umgesetzt hat, haben wir uns auf der CES 2019 angeschaut.

Nubia X - Hands on (CES 2019) Video aufrufen
Rohstoffe: Woher kommt das Kobalt für die E-Auto-Akkus?
Rohstoffe
Woher kommt das Kobalt für die E-Auto-Akkus?

Für den Bau von Elektroautos werden Rohstoffe benötigt, die aus Ländern kommen, in denen oft menschenunwürdige Arbeitsbedingungen herrschen. Einige Hersteller bemühen sich zwar, fair abgebaute Rohstoffe zu verwenden. Einfach ist das aber nicht, wie das Beispiel von Kobalt zeigt.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Implosion Fabrication MIT-Forscher schrumpfen Objekte
  2. Meeresverschmutzung The Ocean Cleanup sammelt keinen Plastikmüll im Pazifik
  3. Elowan Pflanze steuert Roboter

Eden ISS: Raumfahrt-Salat für Antarktis-Bewohner
Eden ISS
Raumfahrt-Salat für Antarktis-Bewohner

Wer in der Antarktis überwintert, träumt irgendwann von frischem Grün. Bei der Station Neumayer III hat das DLR vor einem Jahr ein Gewächshaus in einem Container aufgestellt, in dem ein Forscher Salat und Gemüse angebaut hat. Das Projekt war ein Test für künftige Raumfahrtmissionen. Der verlief erfolgreich, aber nicht reibungslos.
Ein Interview von Werner Pluta

  1. Eden ISS DLR will Gewächshaus-Container am Südpol aus Bremen steuern
  2. Eu-Cropis DLR züchtet Tomaten im Weltall
  3. NGT Cargo Der Güterzug der Zukunft fährt 400 km/h

Recruiting: Wenn die KI passende Mitarbeiter findet
Recruiting
Wenn die KI passende Mitarbeiter findet

Digitalisierung und demografischer Wandel machen es Arbeitgebern immer schwerer, passende Kandidaten für freie Stellen zu finden. Künstliche Intelligenz soll helfen, den Recruiting-Prozess ganz neu aufzusetzen.
Von Markus Kammermeier

  1. Job-Porträt Die Cobol Cowboys auf wichtiger Mission
  2. IT Frauen, die programmieren und Bier trinken
  3. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix

    •  /