Kriminalität: Anleger mit Callcenter-Betrug um Millionen Euro gebracht

Die Polizei hat mehrere Trading-Betrüger in einem bulgarischen Callcenter festgenommen. Sie sollen bundesweit Anleger betrogen haben.

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Auch Kriminelle betreiben Callcenter.
Auch Kriminelle betreiben Callcenter. (Bild: Gregg Jackson/Pixabay)

Von einem Callcenter in Sofia aus soll eine Betrügerbande Anleger im gesamten Bundesgebiet um mehrere Millionen Euro gebracht haben. Die Polizei habe Ende Juli mehrere Wohnungen und Bürogebäude in der bulgarischen Hauptstadt durchsucht und vier Tatverdächtige festgenommen, teilte die Kriminalpolizeiinspektion Ansbach mit.

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Vorausgegangen waren mehrere Strafanzeigen von betrogenen Anlegern aus ganz Bayern. Laut der Polizei hatten sich die betroffenen Anleger auf verschiedenen Webseiten über diverse Anlagemöglichkeiten informiert und dabei ihre Kontaktdaten preisgegeben.

Diese Daten wurden von den Betrügern genutzt, um die Betroffenen mittels speziell geschulter Telefonagenten, die sich als Trading-Spezialisten ausgaben, aus einem Callcenter heraus anzurufen. In den Telefongesprächen und E-Mails wurden Anlagemöglichkeiten wie binäre Optionen, CFDs, Forex oder Kryptowährungen angeboten.

"Insbesondere zu Beginn der Geschäftsbeziehung wurden den Anlegern regelmäßig durch simulierte Charts beträchtliche Gewinne wahrheitswidrig vorgespiegelt, verbunden mit der Forderung nach weiteren Investments", berichtete die Polizei weiter. "Die Geschädigten wähnten ihr Vermögen gut angelegt - tatsächlich wurde es jedoch nie in die angebotenen Finanzprodukte investiert, sondern von den Tätern selbst vereinnahmt."

Festnahmen im Callcenter

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Intensive und monatelange Ermittlungen hätten die Polizei zu dem Callcenter in Sofia geführt, das gemeinsam mit der bulgarischen Polizei durchsucht worden sei. Die vier Tatverdächtigen, die Hauptakteure und besonders erfolgreiche Telefonagenten, wurden den Angaben zufolge mit europäischem Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs festgenommen.

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Zudem sei umfangreiches Beweismaterial gesichert worden, insbesondere "elektronische Daten". Von deren Auswertung erwarteten sich die Ermittler weitere Erkenntnisse zu den Hintermännern des Callcenters. Nach derzeitigem Erkenntnisstand sei die Tätergruppierung für die Plattformen alphafinancialgroup[.]com (offline), zurichfinancialgroup[.]co, genevacapitalgroup[.]com und zuletzt promarketsgroup[.]com verantwortlich.

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wolke7 11. Aug 2021

ich dachte, die operieren jetzt (nachdem sie Israel verbannt) hat eher von Zypern aus...

User_x 10. Aug 2021

Können sich nicht davor schützen, wenn die dazu veranlagt sind. Spielen auch viele...

Squirrelchen 10. Aug 2021

Kann ich nicht beurteilen, reine Vermutungen. Vermutlich irgendein Datenleck auf den...



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