Kriminalität: Anlagebetrüger sollen 14 Millionen Euro erbeutet haben

Gegen zwei Mitglieder einer internationalen Bande von Online-Betrügern ist in Bamberg Anklage erhoben worden. Ihr Vorgehen soll dem des Wolf of Sofia ähneln.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Statt versprochene Gewinne auszuzahlen, behalten Betrüger das investierte Geld.
Statt versprochene Gewinne auszuzahlen, behalten Betrüger das investierte Geld. (Bild: Maklay62/Pixabay)

Die Zentralstelle Cybercrime Bayern hat Anklage gegen zwei mutmaßliche Mitglieder einer internationalen Bande von Anlagebetrügern erhoben. Den beiden 23 und 38 Jahre alten Männern werde gewerbs- und bandenmäßiger Betrug in 140 Fällen vorgeworfen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg, wo die Zentralstelle angesiedelt ist, am 12. April mit.

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Die beiden Angeklagten sollen ab Oktober 2016 beziehungsweise ab März 2019 bis zu ihrer Festnahme im Juli 2021 Mitglieder einer Gruppe gewesen sein, die sich für betrügerisches Cybertrading zusammengeschlossen hatte.

Die Betrüger locken dabei auf professionell aussehende Onlineplattformen mit angeblich profitablen Anlageprodukten. Speziell ausgebildete Mitarbeiter in Callcentern sollen auch telefonisch einen seriösen Eindruck hinterlassen. Das Geld der Anleger wird aber nicht investiert, sondern fließt in die Taschen der Täter.

Über 14 Millionen Euro Schaden

Die Bande, als deren Mitglieder die beiden Männer angeklagt sind, soll insgesamt mittlerweile mindestens einen Schaden von mehr als 14 Millionen Euro verursacht und 250 Opfer haben, die vor allem aus Deutschland stammen. Die Ermittler gehen allerdings von einer großen Dunkelziffer aus.

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Nach Ermittlungen der Zentralstelle Cybercrime betrieb die Gruppe bis Juli 2021 zum Teil parallel unter anderem die betrügerischen Trading-Plattformen Alpha Financial Group, Zurich Financial Group und Geneva Capital Group.

Die beiden Männer sollen insbesondere in einem Callcenter in Sofia tätig gewesen sein. Eine konkrete Verbindung mit der Bande des verurteilten Onlinebetrügers Wolf of Sofia, die nach ähnlichem Modus Operandi vorging, gibt es nach Angaben von Staatsanwalt Nino Goldbeck allerdings nicht. Es handle sich um unterschiedliche Gruppierungen.

Trotz Ermittlungserfolgen: Betrug nimmt nicht ab

Die beiden Männer wurden zusammen mit zwei weiteren 2021 in der bulgarischen Hauptstadt Sofia festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert.

Auch wenn es immer wieder Ermittlungserfolge wie diesen gibt, wird die Zahl der Betrugsfälle im Bereich Cybertrading nicht weniger, wie Thomas Goger von der Zentralstelle zu Jahresbeginn sagte. Mitte Dezember 2021 liefen bei der auf Onlinekriminalität spezialisierten Einheit der Staatsanwaltschaft Verfahren gegen rund 720 Fake-Plattformen - pro Monat kommen laut Goger mehr als 200 Anzeigen dazu.

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MakiMotora 12. Apr 2022

Ohne Ahnung von irgendwas, was mit Finanzen zu tun hat und aufs schnelle Geld aus. Und...

MakiMotora 12. Apr 2022

Ich "kaufe Crypto" seit 2014 und meinen Gewinn muss ich sicher nicht weiter erwähnen...

ElMario 12. Apr 2022

Schaut man ganz genau hin wer alles involviert ist, wird doch recht schnell klar warum...



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