Kriminalität: Angestellter hat Apple um 17 Millionen US-Dollar betrogen

Ein Apple-Angestellter hat das Unternehmen um über 17 Millionen US-Dollar betrogen. Der ehemalige Mitarbeiter bekannte sich schuldig, zwischen 2011 und 2018 entsprechende Betrügereien durchgeführt zu haben.
Der Mann war rund 10 Jahre für das Unternehmen tätig, die meiste Zeit davon als Einkäufer der Abteilung Global Service Supply Chain. In dieser Zeit und dieser Position soll er laut der US-Staatsanwaltschaft "Schmiergelder angenommen, Rechnungen aufgebläht, Teile gestohlen und Apple veranlasst zu haben, für nie erhaltene Artikel und Dienstleistungen zu zahlen."
Als Beispiel nennt die Staatsanwaltschaft(öffnet im neuen Fenster) eine durch den ehemalige Apple-Angestellten veranlasste Lieferung von Motherboards aus dem Bestand von Apple an das Unternehmen Ctrends, das von einem Komplizen geleitet wurde. Dort wurden den Motherboards Komponenten entnommen und anschließend wieder an Apple verkauft. Die dazu nötigen Kaufaufträge organisierte der ehemalige Angestellte.
Am Ende brachten die beiden Apple dazu, für seine eigenen Komponenten zu zahlen, und teilten sich den Erlös aus dem Betrug. Eine ähnliche Masche soll der ehemalige Apple-Angestellte auch mit einem Komplizen in der Firma Quality Electronics Distributors durchgeführt haben.
Auch hier wurden Teile von Apple an das Unternehmen geliefert, dort neu verpackt und wieder an Apple zurückverkauft. Beide Komplizen gestanden den Betrug mittlerweile.
Apple-Angestellter gesteht Betrug und Steuerhinterziehung
Zudem soll der ehemalige Apple-Angestellte Scheinrechnungen an das Unternehmen Ctrends gestellt haben, um die Beute zu teilen und dem Unternehmen Steuern zu sparen. In der Summe soll er die USA um rund 1,8 Millionen US-Dollar an Steuereinnahmen betrogen haben.
Mit einer Verurteilung des ehemaligen Apple-Angestellten ist im März zu rechnen. Er hatte sich in einem Fall der Verschwörung zum Post- und Telekommunikationsbetrug schuldig bekannt, was mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 20 Jahren geahndet werden kann. Außerdem gestand der ehemalige Apple-Angestellte den Steuerbetrug, auf den eine Höchststrafe von 5 Jahren Gefängnis steht.



