Krieg in der Ukraine: Ukrainische Armee verliert bis zu 10.000 Drohnen im Monat

Nach dem großen Erfolg ukrainischer Drohnen gegen die russische Armee setzen die Invasoren mittlerweile effiziente Gegenmaßnahmen ein.

Artikel veröffentlicht am ,
Neben militärischen Drohnen setzt die Ukraine vor allem günstige kommerzielle Systeme ein.
Neben militärischen Drohnen setzt die Ukraine vor allem günstige kommerzielle Systeme ein. (Bild: Pixabay.com/Pixabay License)

Im Krieg in der Ukraine werden auf beiden Seiten vermehrt Drohnen eingesetzt. Auf ukrainischer Seite haben diese wohl auch anfangs zu vielen Erfolgen gegen den Aggressor beigetragen. Allerdings hat sich Russland mittlerweile darauf eingestellt. Die ukrainische Armee soll bis zu 10.000 Drohnen pro Monat verlieren. Das berichtet Business Insider mit Bezug auf Gesprächen mit drei ukrainischen Offizieren.

Die meisten der zerstörten oder verlorenen Drohnen seien dabei kleine und relativ preisgünstige Systeme, die unter anderem der Aufklärung im Feld dienen. Die ukrainische Armee setzt etwa DJI-Drohnen und andere Geräte ein, um gegnerische Truppenbewegungen und Stellungen aus der Luft einzusehen. Diese sind für russische Gegenmaßnahmen besonders anfällig.

Russland setzt laut einem von Insider eingesehenen Bericht des britischen RUSI (Royal United Services Institute), welches sich mit Verteidigung und militärischer Sicherheit beschäftigt, etwa alle 10 Kilometer eine größere Station zur elektronischen Kriegsführung ein. Das sind unter anderem die Sipovnik-Aero, eine mobile Plattform, die über große Reichweiten verschiedene Funksignale imitieren und stören kann.

Ukraine arbeitet an widerstandsfähigen Drohnen

Ein solches System kann etwa auch das Kontrollsignal einer Drohne unterbrechen und durch ein neues Signal ersetzen. Effektiv wird die Drohne also übernommen und kann so unschädlich gemacht oder gegen die andere Kriegspartei eingesetzt werden. Laut dem Militärprofessor Patton Rogers, der an der Universität von Süd-Dänemark tätig ist, entwickelt die Ukraine aber bereits Drohnensysteme, die gegen solche Störungen resistenter sein sollen.

Bis diese fertig entwickelt sind, bleibt der Vorteil in diesem Bereich aber auf russischer Seite, zumal das ukrainische Militär nicht über die gleichen elektronischen Waffensysteme verfügt und sich etwa gegen iranische Shahed-136-Drohnen auf konventionelle Weise wehrt – mit Flugabwehrwaffen.

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Sharra 25. Mai 2023

Lustigeweise zweifelt keiner an, dass eine Spielwarenkette mal eben so 50.000 von den...

Crass Spektakel 25. Mai 2023

Wer Krieg nur ein bisschen führt verlängert nur das leiden aller beteiligter. Das wusste...

Sterling-Archer 24. Mai 2023

auch blinde hühner finden mal körner. dass die russen die relativ einfache technologie...

NobodZ 23. Mai 2023

... also klingt die Nutzung von Starlink, für größere Drohnen garnicht mal absurd. Auch...



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