Kreditkarte von Amazon und LBB: Bank verschickt neue Amazon-Visa-Karten
Die Kooperation zwischen der Landesbank Berlin und Amazon endet trotzdem. Die Bank muss allerdings neue Amazon-Visa-Karten verschicken, weil vorhandene auslaufen.
Die Landesbank Berlin (LBB) wird demnächst neue Amazon-Visa-Karten verschicken, die auch nach Oktober 2023 nutzbar sein werden. Dieser Prozess geschieht automatisiert und ist unabhängig davon, ob Kunden der Amazon-Visa-Karte sich bereit erklärt haben, auf das von der Bank ausgewählte Nachfolgeprodukt zu wechseln.
Einige Besitzer einer Amazon-Visa-Karte wurden am Abend des 3. August 2023 per E-Mail darüber informiert, dass in etwa drei Wochen eine neue Amazon-Visa-Karte verschickt werde. Golem.de liegen mehrere dieser E-Mails vor. In allen Fällen haben die derzeitigen Amazon-Visa-Karten als Ablaufdatum den Oktober 2023. Der Kartenaustausch gilt auch für vorhandene Partnerkarten mit dem Ablaufdatum Oktober 2023.
Vor etwas mehr als einer Woche wurde die gleiche Kundengruppe darüber informiert, dass die Landesbank Berlin nicht mehr länger mit Amazon zusammenarbeite. Wenn Kunden nichts weiter unternehmen, wird die eigene Amazon-Visa-Karte zum 30. September 2023 gekündigt. Der Kündigungstermin lässt sich auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, wenn Kunden eine andere Kreditkarte der LBB bestellen.
Visa Card Extra ohne Amazon-Bonussystem
Die Bank bietet Kunden der Amazon-Visa-Karte ein neues Produkt mit der Bezeichnung Visa Card Extra an. Der Visa Card Extra fehlen aber alle Besonderheiten der Amazon-Visa-Karte. Mit dem Ende der Amazon-Visa-Karte wird das Bonussystem eingestellt. Bisher gibt es für Einkäufe Guthabenpunkte, die dann für Einkäufe bei Amazon verwendet werden können.
Außerdem entfällt bei der Amazon-Visa-Karte die Jahresgebühr, wenn ein Prime-Abo gebucht ist. Bei der Visa Card Extra fällt in jedem Fall eine Jahresgebühr in Höhe von 19,99 Euro an. Partnerkarten gibt es im Unterschied zur Amazon-Visa-Karte bei der Visa Card Extra nicht mehr.
Großer Nachteil der Visa Card Extra
Ein besonders großer Nachteil der Visa Card Extra: Für die Kreditkarte bietet die Bank nur eine Teilzahlung an, wenn damit eingekauft wird. Es fallen also sofort Zinsen an, die derzeit bei 18,41 Prozent effektivem Jahreszins liegen. Das lässt sich nur verhindern, indem ein Guthaben auf das Kartenkonto eingezahlt wird. Bei der bisherigen Amazon-Visa-Karte lässt sich eine Teilzahlung auch umgehen, ohne Geld auf das Kartenkonto buchen zu müssen.
Noch immer wurden viele Besitzer einer Amazon-Visa-Karte von der LBB nicht darüber informiert, dass die Kreditkarte bald nicht mehr nutzbar sei. Die Bank verspricht, dass alle Kunden mindestens zwei Monate vor einer Kündigung der Kreditkarte darüber informiert würden.
Die LBB bietet Kunden einer Amazon-Visa-Karte an, auf die Visa Card Extra zu wechseln. Wenn diese Option gewählt wird, wird die Amazon-Visa-Karte nicht am 30. September 2023 gekündigt, sondern erst zum 26. März 2024. Die Visa Card Extra wird dann ab dem 27. März 2024 nutzbar sein. Für diesen Schritt müssen Vertragsunterlagen angefordert werden.
Wenn nur die Vertragsunterlagen angefordert werden, ohne dass diese unterschrieben werden, wird die eigene Amazon-Visa-Karte nicht zum 30. September 2023, sondern zum 30. November 2023 gekündigt. Die Kündigung der Amazon-Visa-Karte kann sich negativ auf den Schufa-Score auswirken, weil Kunden die Kündigung nicht verhindern können.
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Der Witz ist ja, dass die Sache von der LBB ausging. Sie haben 2021 beschlossen, sich...
Ich bin nach dem Ausstieg von Amazon bei Payback damals, die inzwischen ja wieder dabei...
Habe auf Grund der Mail gestern die Karte gekündigt. Die müssen mir jetzt echt keine neue...