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Es gibt viele Wege, mit VR kreativ zu werden.
Es gibt viele Wege, mit VR kreativ zu werden. (Bild: MasterpieceVR)

Kreativ-Apps für VR-Headsets: Austoben im VR-Atelier

Es gibt viele Wege, mit VR kreativ zu werden.
Es gibt viele Wege, mit VR kreativ zu werden. (Bild: MasterpieceVR)

VR ist viel mehr als der x-te Zombie-Shooter: Das merkt, wer Kreativ-Apps ausprobiert. Ob Malen, Modellieren oder Komponieren: Im virtuellen Atelier lassen sich beeindruckende Ergebnisse erzielen und mit anderen teilen. Wir stellen die besten Kreativ-Werkzeuge für Oculus Rift, Vive, Gear VR und Daydream vor.
Ein Praxistest von Achim Fehrenbach

Virtual Reality taugt längst nicht nur als Unterhaltungsmedium und ihr Potenzial wird bisher nicht annähernd ausgeschöpft. Gerade für schöpferische Tätigkeiten versuchen das einige Unternehmen zu ändern. Deren Kreativ-Apps haben allerdings oft nicht die verdiente Aufmerksamkeit erhalten. Zwar setzte Google mit Tilt Brush gleich zum Start der HTV Vive ein Ausrufezeichen, das Zeichenprogramm wurde gar als "Killer-App" für VR bezeichnet. Viele andere gingen aber im Wust der Gaming- und Video-Apps in den Download-Stores unter. Wir stellen diejenigen vor, die niemand verpassen sollte, der nicht den x-ten Wave-Shooter spielen will, sondern Kunst schaffen - nicht nur mit den High-End-Brillen Rift und Vive, sondern auch mit Gear VR und Google Daydream.

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Nutzer können damit Welten erschaffen, Trickfilme drehen, malen und zeichnen, designen, virtuelle Bildhauerei betreiben, Graffiti erschaffen und Musik machen. Die meisten Apps ermöglichen das Teilen der Inhalte mit anderen. So können sie unmittelbar Feedback einholen und es entstehen nach und nach Communitys: Welche Dynamik nutzergenerierte Inhalte haben können, zeigen die zahllosen Modding-Communitys, die PC-Spiele oft weit über ihr Release-Datum am Leben halten. Wenn VR vergleichbare Kräfte freisetzen könnte, käme das auch dem Medium selbst zugute - schließlich ist VR noch längst nicht im Mainstream angekommen. Virtual Reality kann weit mehr als nur Konsum - das zeigen die nachfolgenden Beispiele.

Welten erschaffen

Level-Editoren gibt es seit Jahrzehnten. Schon in den Neunzigern konstruierten Nutzer Doom-Level, um darin anschließend Multiplayer-Schlachten zu schlagen. VR-Editoren gehen noch einen Schritt weiter: Sie emöglichen das vollkommene Eintauchen in die selbstgeschaffenen Welten - ob das nun ein Gaming-Level, das Traumhaus oder der Traum von letzter Nacht ist. Die derzeit wichtigsten VR-Editoren sind Unity und die Unreal Engine. Beide haben VR-Modi, in denen sich die Zwischenergebnisse begutachten lassen. Für Nutzer ohne Vorkenntnisse ist die Einstiegshürde nicht gerade niedrig, denn beide Programme haben eine Vielzahl an Funktionen. Allerdings sind sie auch so gut dokumentiert, dass man seine Editing-Kenntnisse Stück für Stück erweitern kann. Dank der Manuals und Tutorials (Unity, Unrealengine) lassen sich schon in wenigen Minuten erste Ergebnisse erzielen. Zudem sind beide Engines für den Privatgebrauch gratis, die Asset Stores bieten viele kostenlose Inhalte.

Malen und zeichnen

Tilt Brush haben wir bereits erwähnt: Das Programm bietet eine enorme Vielfalt an Pinseln, Stempeln und Spezialeffekten (Steam, Rift / 19,99 Euro / gratis mit Oculus Touch). Besonders gut kommt es mit Vive zur Geltung, wenn hier die trackbare Fläche größer ist als bei Oculus Rift - man hat also mehr Platz, um die magisch im Raum schwebenden Werke herumzulaufen und sie von allen Seiten zu begutachten. Übrigens: Das Spiel Paulo's Wing wurde komplett in Tilt Brush gezeichnet.

Ähnlich beeindruckend wie das Google-Produkt Tilt Brush ist auch die App Quill der Oculus Story Studios (Rift / 29,99 Euro / gratis mit Oculus Touch). Welche Möglichkeiten sie bietet, verdeutlicht der Kurzfilm Dear Angelica, der vollständig in Quill erstellt wurde und beim Sundance Film Festival lief. Quill behandelt jeden Pinselstrich als eigenes Objekt, was schnell unübersichtlich werden kann; es eignet sich aber sehr gut für die Arbeit mit verschiedenen Ebenen. Paintlab ist sogar gratis auf Steam erhätlich, allerdings nur kompatibel mit HTC Vive.

Auch Besitzer mobiler VR-Brillen dürfen sich zeichnerisch ausleben: Sowohl für Gear VR als auch für Google Daydream existieren mittlerweile Apps, die - bis auf Circumpaint - mit den Motion-Controllern gesteuert werden können. . Die Programme Circumpaint und Paint42 sind exklusiv für Gear VR erhältlich, die Apps Cyber Paint und Paint VR zusätzlich auch für Daydream VR. Keine dieser Apps bietet den Bedienungskomfort von Tilt Brush oder Quill. Allerdings kostet auch keine von ihnen mehr als 5 Euro. Den besten Eindruck haben bei uns Paint VR (4,99 Euro) und Cyber Paint (3,99 Euro) hinterlassen.

Skulpturen, Graffiti und Musik 

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Nikolai 27. Dez 2017

Hatte noch nicht viel Zeit das auszuprobieren... aber die ersten Versuche waren schon...

Themenstart

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